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Ginczeks Dosenöffner bringt Fortuna in Fahrt: "Kann auch schnell kippen"

© IMAGO / Beautiful Sports

Nach drei Spielen ohne Sieg hat sich Fortuna Düsseldorf mit einem eindrucksvollen 4:0-Erfolg gegen Jahn Regensburg zurückgemeldet. Gerade in der ersten Halbzeit musste sich die Thioune-Elf jedoch geduldig zeigen, denn der Torreigen wurde vor über 20.000 Zuschauern erst im zweiten Abschnitt eröffnet. Genauso wichtig bewertete das Team anschließend die Defensivarbeit.

"Oft zu hastig abgeschlossen"

Düsseldorf startete mit zwei Siegen in die Saison, dann folgten drei Spiele ohne dreifachen Punktgewinn. Wo die Rheinländer leistungstechnisch wirklich stehen, war daher immer noch offen. Die letzten 30 Minuten gegen Regensburg zeigten jetzt wiederum, dass mit den Düsseldorfern zu rechnen ist – insgesamt vier Treffer wurden nach dem berüchtigten Brustlöser durch Daniel Ginczek (59.) erzielt. Cheftrainer Daniel Thioune blieb demütig: "Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht so ganz wider."

Der Übungsleiter beobachtete eine erste Halbzeit, in der seine Mannschaft zwischen Licht und Schatten wechselte. "Wir haben vom ersten Moment an viel Energie auf den Platz gebracht, hatten aber auch weite Wege zu gehen", so Thioune. "Nach einer unruhigen ersten Viertelstunde haben wir besser ins Spiel gefunden, aber oft zu hastig abgeschlossen. Wir hätten uns noch bessere Chancen herausspielen können." Somit blieb es jedoch beim torlosen Pausenstand, es war das vierte Spiel infolge ohne einen Düsseldorfer Treffer in der ersten Halbzeit. Wie zuletzt drehte die Fortuna nach dem Seitenwechsel auf.

Heimserie seit Februar hält an

Doch im Gegensatz zu den Vorwochen konnte Düsseldorf gleichzeitig die Null halten – zum ersten Mal in dieser Saison. "So ein Spiel kann schnell kippen – etwa durch einen Regensburger Standard. Doch wir haben hinten zu Null und uns vorne in einen Rausch gespielt", fand Daniel Ginczek, der den erlösenden Treffer für F95 markierte. "Die Mannschaft wollte aber mit aller Macht, und da braucht es dann einen Dosenöffner. Das war das 1:0", erklärte Daniel Thioune dazu. "Danach hatten wir mehr Spielkultur, auch, weil die Wechsel, die wir vor und während dem Spiel getätigt haben, Früchte getragen haben."

Durch Dawid Kownacki (65.), Felix Klaus (78.) und Shinta Appelkamp (85.) erhöhte die Fortuna bis zum Abpfiff. Marcel Sobottka erwähnte zurecht, dass die Düsseldorfer seit Februar auf eine Serie ohne Heimniederlage zurückblicken. Am Freitagabend war das Publikum wieder parat. "Heute hat man gesehen, was möglich ist, wenn über 20.000 eine Einheit sind. Genau das brauchen wir in Zukunft. Dann werden wir noch einige sehr spaßige Abende zusammen haben", so auch Daniel Ginczek. Für die Fortuna, die sich durch den neuerlichen Erfolg vorerst auf den dritten Platz vorschieben konnten, ist der Grundstein gelegt.