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"Hätte in Katastrophe enden können": 18 Verletzte nach Schalker Aufstieg

IMAGO / Laci Perenyi

Nachdem der Aufstieg des FC Schalke 04 am Samstagabend festgestanden hatte, stürmten viele der Anhänger den Platz, um die Erstliga-Rückkehr zu feiern. Dabei hatte es 18 Verletzte gegeben, neun davon sind laut Polizeiangaben schwer verletzt. Laut "Bild" ist ein Fan sogar auf der Intensivstation, hat eine Hirnblutung. Auch ein Polizist wurde verletzt. Gegen einige Schalke-Spieler wird ermittelt.

Polizei muss Fans retten

Die Aufstiegsparty der Königsblauen nach dem 3:2-Sieg gegen den FC St. Pauli hat ein trauriges Nachspiel. Am Montag waren noch immer acht Schalke-Fans im Krankenhaus, berichtet die "Bild". "Dieser Platzsturm hätte auch in einer Katastrophe enden können", sagte der Leitende Polizeidirektor Peter Both dem "Sportbuzzer". Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes hat bereits Ermittlungen gegen den Verein aufgenommen, der nun eine Stellungnahme abgeben muss.

Während viele Anhänger mit dem Schlusspfiff auf den Rängen Richtung Rasen stürmten, soll der Druck auf Fans an der Brüstung so groß gewesen sein, dass Polizisten Fans mit mobilen Leitern retten mussten, um ein regelrechtes Erdrücken zu verhindern. "Durch das unmittelbare und schnelle Eingreifen zahlreicher Polizeibeamter konnte verhindert werden, dass hier Schlimmeres passiert ist", so Both.

Ermittlungen gegen Spieler

Einen Fan der Knappen hatte es besonders schlimm erwischt. Er soll beim Überklettern der Brüstung im Fanblock gestürzt sein und befindet sich wegen einer Hirnblutung auf der Intensivstation. Auch ein Polizist wurde bei einer Rangelei mit einem Schalke-Fan verletzt und war nicht mehr dienstfähig. Zudem könnte die Aufstiegsfeier auch für einige Schalke-Profis noch Konsequenzen haben. Sie sollen nach dem Platzsturm mit Pyros in der Hand über den Rasen gelaufen sein. Das verstößt allerdings gegen das Sprengstoffgesetz.