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Hamburg: Thioune vertraut auf Analysten

imago images / foto2press

Trainer Daniel Thioune will sich beim Hamburger SV vor dem Sonntag-Spiel des Spitzenreiters gegen den VfL Bochum nicht von Tipps ehemaliger Spieler der Westfalen in seinem Kader beirren lassen. Bei der Suche nach der erfolgversprechendsten Aufstellung vertraut der Coach ausschließlich auf die bewährten Erkenntnisse seiner Analysten.

"Viele Köche verderben den Brei“

Trotz eines gleich ganzen Quintetts früherer Bochumer in Hamburgs Mannschaft will Thioune sich bewusst nicht nach Insider-Informationen erkundigen. "Viele Köche verderben den Brei“, begründete der 46-Jährige laut dem Fachmagazin kicker auf der Spieltags-Pressekonferenz seinen Verzicht auf Detailwissen von seinen E-Bochumern Daniel Heuer Fernandes, Lukas Hinterseer, Simon Terodde, Manuel Wintzheimer und Jan Gyamerah.

Thioune stützt sich wie bereits in den ersten sieben Saisonspielen ohne Niederlage auf die Ergebnisse der Hamburger Daten-Experten. Er wolle in seine Pläne einbeziehen, "was unsere Analysten herausgefunden haben. In den vergangenen Spielen ist der VfL oft bei seinem Plan geblieben".

Ob die Norddeutschen mit einer Dreier- oder Vierer-Kette antreten werden, hat Thioune laut eigener Aussage noch nicht entschieden. Der Ex-Profi wolle zunächst noch weiter abwägen, wie "Wahrscheinlichkeiten zu erhöhen" sind, den potenziellen Rivalen um den Aufstieg mindestens weiter auf Distanz zu halten oder den Vorsprung auf den möglichen Konkurrenten sogar weiter zu vergrößern.

An Personalmangel werden Thiounes Überlegungen nicht scheitern. Nachdem Klaus Gjasula durch einen negativen Test aus der Corona-Quarantäne nach der Länderspielreise mit Albaniens Nationalmannschaft entlassen worden ist, fehlt im Kader lediglich weiterhin Rick van Drongelen wegen der Folgen seines Kreuzbandrisses.