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Hamburger SV: Youngster Wintzheimer versprüht Mut zu mehr

Der Hamburger SV konnte im Aufstiegskampf einen Prestige-Erfolg feiern und dem 1. FC Köln ein 1:1-Unentschieden abringen. Mit Manuel Wintzheimer sorgte ausgerechnet ein Youngster im personellen Engpass der Hanseaten für den entscheidenen Treffer, der den nötigen Optimismus versprüht.

"Danach war es pure Freude"

Zweimal verloren die Hamburger zuletzt zuhause in letzter Minute, nun konnte der HSV selbst einmal spät feiern: Manuel Wintzheimer, erst vier Zeigerumdrehungen zuvor eingewechselt, traf nach einem Durcheinander im Kölner Strafraum zum 1:1-Unentschieden im Ex-Bundesligaduell. "Es ist ein gutes Gefühl, dass ich dem Team mit meinem Tor helfen konnte", erklärte der Youngster im Nachhinein auf der Vereins-Homepage des HSV.

Der 20-Jährige bestritt in Abwesenheit von Stamm-Angreifer Pierre-Michelle Lasogga generell erst seine zweite Partie als Profi, es war sein erster Treffer: "Natürlich ist das erste Tor im Profibereich etwas Besonderes. Beim Tor selbst ging es ganz schnell. Ich habe nicht nachgedacht, sondern einfach draufgehalten. Danach war es pure Freude."

Wolf & Co. fokussiert

Das Unentschieden sah Wintzheimer am Ende gerecht, weil "beide Teams jeweils eine Halbzeit besser waren." Ex-Kapitän Gotoku Sakai ging etwas härter mit seiner Mannschaft ins Gericht: "Es gibt in dieser Saison viele Phasen, in denen wir gute und schlechte Zeiten haben. Es ist wichtig, dass wir uns beweisen, dass wir uns so zurückkämpfen können." Auch bei dem Japaner überwog am Ende die Freude über den späten Ausgleich, denn das Signal für den HSV ist unbestritten: Sie können zurückschlagen.

"Wir dürfen jetzt gegen Aue nicht die gleichen Fehler wie zuletzt in den Heimspielen machen, sondern müssen die gleiche Mentalität wie heute abrufen", ist der Rechtsverteidiger deshalb auch vor den kommenden Aufgaben gewarnt. "Wir haken das Spiel heute aber ganz schnell ab und blicken auf Aue", fokussierte sich auch HSV-Trainer Hannes Wolfs auf die nächste Aufgabe. "Unser Anspruch muss sein, in diesem nächsten Spiel im Hinblick auf unser Engagement und die Art und Weise unseres Fußballs ein ähnliches Gesicht zu zeigen", erinnert der Chefcoach daran, dass im Saisonfinale kein Prozent mehr hergeschenkt werden darf. Denn im Hamburger Restprogramm geht es nur noch gegen Mannschaften, für die es um nicht weniger geht.