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Hannover 96: Kenan Kocak schiebt Vertragsgespräche auf

© imago images / pmk

Wie geht es zwischen Cheftrainer Kenan Kocak und Hannover 96 weiter? Der Vertrag des Fußballlehrers läuft in Niedersachsen nur bis zum Saisonende, das Interesse an einer Verlängerung seitens des Klubs soll groß sein. Doch Kocak lehnt die Vertragsgespräche ab – und bringt sich selbst damit in Stellung.

Kocak will Ziel erfüllen

Hannover 96 will mit Kenan Kocak verlängern, doch der Übungsleiter der Niedersachsen will abwarten. "Ich bin in ständigem Austausch mit Martin Kind. Es ehrt mich, dass 96 Signale gesendet hat", bestätigt der 39-Jährige gegenüber der "Bild", dass das Interesse des Vereins längst kein Gerücht mehr ist. Aber Kocak schränkt die Gespräche ein: "Es war meine Bitte an Herrn Kind, erst mal zu arbeiten und meine Aufgabe zu erfüllen."

Eine ehrenvolle Ansage und ein cleverer Schachzug des Cheftrainers, der mit seiner Mannschaft aktuell zwei Punkte vor dem Abstiegs-Relegationsplatz steht. Mit dem Erreichen des Klassenerhalts würde Kocak seine Position in einer chaotischen Saison der Niedersachsen immens stärken. Schlägt das Vorhaben fehl, ist der 39-Jährige nicht länger gebunden. "Mein Wunsch ist es, die Gespräche erst zu intensivieren, wenn wir unser Ziel erfüllt haben", hat Kocak seine Vorstellungen über die eigene Zukunft fest im Blick.

"Muss ich selbst vorleben"

Erst tags zuvor verkündete der SV Darmstadt und Cheftrainer Dimitrios Grammozis, dass die Zusammenarbeit aufgrund einer fehlenden Einigung zur Verlängerung am Saisonende beendet wird. Das droht nun auch Hannover 96 und Kenan Kocak, dessen Poker möglicherweise auch nach hinten ausschlägt – rettet er 96, könnten die Niedersachsen andersherum schon mit einem anderen Cheftrainer in der kommenden Saison planen.

Im Optimalfall wollen beide Parteien die Zusammenarbeit aber ohnehin fortsetzen. "Ich fühle mich sehr wohl hier – im Verein und in der Stadt. Das ist auch nicht nur ein Lippenbekenntnis von mir. Aber momentan sollten wir uns am gesamten gemeinsamen Ziel orientieren", schwört Kocak seine Mannschaft ein, von der er dieselbe Bereitschaft erwartet: "Ich fordere, dass wir alle unser Ego hinten anstellen und dem Ziel alles unterordnen. Das muss ich dann auch selbst vorleben."