• Facebook
  • Twitter

Hannover wartet auf Neuzugänge: "Linie des Wunschkonzerts ist vorbei"

© imago images / Joachim Sielski

Ganz gemächlich nimmt das Transferkarussell der 2. Bundesliga Fahrt auf, davon ist in Hannover allerdings noch nichts zu sehen. Müssen die Niedersachsen erst Spieler verkaufen, um Geld für neue Spieler zu bekommen? Davon will Klubchef Martin Kind nichts wissen und verweist auf die "voll umfängliche Handlungsfähigkeit" des Vereins.

Etatsenkung um sieben Millionen?

Linton Maina ist beim VfL Wolfsburg im Gespräch, auch Borussia Mönchengladbach schien von dem jungen Flügelspieler aus Hannover nicht abgeneigt zu sein. Zudem steht Waldemar Anton wohl in Gesprächen mit Bundesliga-Aufsteiger Stuttgart – das alles könnte insgesamt eine zweistellige Millionensumme in die Kassen von 96 spülen. Geld, dass die Niedersachsen für Neuverpflichten brauchen? Klubchef Martin Kind verneint in der "Bild"-Zeitung: "96 ist immer voll umfänglich handlungsfähig. Es kann auch Geld ausgegeben werden, ohne dass ein Spieler verkauft wird."

Viel mehr würde das Zögern bei Hannover 96 auf dem Transfermarkt von den anderen Mitspielern im Wettbewerb zusammenhängen. "Es zeigt sich, dass alle im Moment ein bisschen Probleme haben, Entscheidungen zu treffen", lässt Kind in die Geschehnisse einblicken. Nach Informationen des Blattes scheint aber auch klar zu sein, dass Hannover derzeit Einnahmen von rund acht Millionen Euro aus Dauerkarten- und Logenverkauf, sowie aus Werbeeinnahmen fehlen. Der Etat würde im schlimmsten Fall daher von 23 Millionen auf 16 Millionen heruntergeschraubt werden.

Kind will "Linie der Vernunft"

Trotzdem verdeutlicht Kind, dass Leistungsträger nicht zwingend abgegeben werden. "Wenn Kocak zum Beispiel bei Anton sagt ,Nein', dann bleibt er", betont der Klubchef ausdrücklich – und kann dabei auf die Vergangenheit verweisen. Top-Spieler wie Niclas Füllkrug und Salif Sané blieben trotz Millionenangebote ebenfalls in Hannover. Dennoch muss auch Kind in der aktuellen Lage zurückstecken: "Wir fahren eine Linie der Vernunft, die Linie des Wunschkonzerts ist vorbei."

Gerüchte halten sich derweil in Hannover um Mohamed Dräger (SC Freiburg), Christopher Antwi-Adjej (SC Paderborn) oder Yassin Ben Balla (MSV Duisburg). Außenverteidiger Niko Gießelmann, gebürtig aus Hannover, entschied sich für einen Wechsel zum 1. FC Union Berlin.