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Heidenheims erste Runde endet torlos: "Daheim ein Finale"

© imago images / Poolfoto

Das Hinspiel der Relegation endete für den 1. FC Heidenheim torlos, was gegen favorisierte Bremer für die Brenzstädter erst einmal ein Achtungserfolg ist. Cheftrainer Frank Schmidt ist deshalb mit der Leistung seiner Elf zufrieden, weil man vor allem in der Defensive gut stand. Nun ist für das Rückspiel alles offen.

"Bewerte unsere Leistung wirklich gut"

Der 1. FC Heidenheim hat die erste Etappe auf dem Weg zum Bundesliga-Aufstieg geschafft. In Bremen erzielten die Brenzstädter zwar keines dieser wertvollen Auswärtstore, gleichzeitig aber konnte man den eigenen Kasten sauberhalten und den norddeutschen Gegner mit einer kompakten Defensive zermürben. "Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden – von Anfang bis Ende", stellte Cheftrainer Frank Schmidt seiner Elf deshalb auch ein gutes Zeugnis aus. Die Vorgaben des 46-Jährigen wurden genauestens umgesetzt: "Wir waren mit Anpfiff und bis zum Schluss sehr diszipliniert."

Dazu überraschte Schmidt mit dem wendigen Kevin Sessa in der Startelf, während viele etablierte Kräfte um Kapitän Marc Schnatterer als Trumpf auf der Bank saßen. "Es war uns klar, dass wir nach dem 0:3 in Bielefeld ein ganz anderes Gesicht zeigen müssen, anders auftreten müssen und eine ganz andere Entschlossenheit an den Tag legen müssen. Das haben wir getan", sah der Flügelspieler einen ordentlichen Auftritt seines Teams von dort aus. Mit dem torlosen Remis haben die Heidenheimer ihr Ziel erreicht: "Ich bewerte unsere Leistung hier im Hinspiel wirklich gut, das war aber nur die Hälfte des Ganzen. Wir wollten es so hinbekommen, dass wir daheim ein Finale haben und das ist uns gelungen."

Heidenheim muss offensiv nachlegen

Im Rückspiel in der heimischen Voith-Arena gilt es nun, die Stellschrauben in der eigenen Offensive noch zu ziehen. "Schon in der ersten Halbzeit hatten wir zwei, drei gute Chancen – waren im Abschluss aber zu überhastet", vermisste Schmidt die Ruhe am Ball. Was in Bremen ganz gut gelang, war das Herausspielen von Chancen: "Auch in der zweiten Halbzeit haben wir probiert, Lücken zu finden und hatten wir wieder gute Möglichkeiten."

Trotzdem – oder gerade deshalb – musste der Übungsleiter auch den Finger in die Wunde legen. "Wir hatten in unseren im Ansatz vielversprechenden Szenen nicht so die Durchschlagskraft", forderte Schmidt von seinem Team, im Rückspiel damit besser umzugehen. Denn mindestens einen Treffer werden die Heidenheimer brauchen, um die Sensation perfekt zu machen. Das wäre in Bremen vermutlich schon viel wert gewesen: "Natürlich hätten wir gern ein Tor geschossen. Aber wir haben ein Ergebnis erzielt, das uns weiter daran glauben lässt, um zu Hause die große Sensation zu schaffen."