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Holstein Kiel: Kurzarbeit und Gehaltsverzicht kommen

© imago images / Zink

Eine Antragswelle auf Kurzarbeitergeld rauscht durch die 2. Bundesliga. Mit Holstein Kiel trifft nun der sechste Verein in der Spielklasse die Maßnahme, mit der das wirtschaftliche Überleben des Klubs gewährleistet werden soll. Dazu verzichten auch die Profis auf einen Teil ihres Gehalts.

Kiel hat keine Wahl

Am Dienstag verkündete DFL-Chef Christian Seifert nach Zustimmung der 36 Profi-Klubs aus der 1. und 2. Bundesliga, dass der Spielbetrieb bis Ende April ruhen wird. Das betrifft auch die Kieler Störche, die kurz darauf den Gang in die Kurzarbeit kommunzierten. "Nachdem wir uns im Präsidium in den vergangenen Wochen intensiv mit der aktuellen Situation und den zu erwartenden wirtschaftlichen Folgen auseinander gesetzt haben, mussten wir diesen Schritt einleiten", erklärt Wolfgang Schwenke als kaufmännischer Geschäftsführer auf der Homepage der KSV.

Schon jetzt sieht sich der Klub vor großen Herausforderungen im wirtschaftlichen Bereich, deren "Ausmaß wir zum jetzigen Zeitpunkt noch gar nicht absehen können". Deswegen bliebe dem Klub keine andere Wahl, als das Personal nun in die Kurzarbeit zu schicken, um "in dieser schwierigen Zeit den Betrieb des Vereins mit kaufmännischer Sorgfalt weiterführen zu können". Ergänzend fügte Schwenke hinzu, dass der Zusammenhalt auch bei Partnern und Sponsoren der Kieler vorhanden sei.

"In irgendeiner Form zu Ende spielen"

Genauso, wie bei den Spielern. "Die Mannschaft ist auf mich zugekommen und hat ihre Bereitschaft erklärt, in dieser schwierigen finanziellen Situation ihren Teil dazu beizutragen, diese Krise gemeinschaftlich zu bewältigen", verkündet Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver, dass das Team um Kapitän Hauke Wahl zu einem teilweisen Verzicht des Gehalts bereit ist. Angesichts dieser Entwicklung bedankt sich auch KSV-Präsident Steffen Schneekloth: "Bei uns im Verein erleben wir in dieser schwierigen Zeit einen sehr verständnisvollen und solidarischen Umgang seitens der gesamten Belegschaft."

Nun gilt es, die möglichst besten Lösungen aus der Situation herauszuziehen. "Um den größtmöglichen wirtschaftlichen Schaden zu vermeiden, gelten unsere Anstrengungen dem Ziel, die laufende Saison in irgendeiner Form zu Ende zu spielen", betont Schneekloth, dass eine Austragung der restlichen Saison vor leeren Rängen wirtschaftlich immer noch weniger Verlust bedeutet, als ein vollständiger Abbruch der Saison. Genau mit dieser Möglichkeit beschäftigt sich derweil auch die DFL.