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Holstein-Profis wieder am Ball: "Kontaktloses Training"

© imago images / Holsteinoffice

Ab sofort nehmen die Profis von Holstein Kiel das Training wieder auf. Das gab der Verein auf seiner Homepage in einer ausführlichen Stellungnahme bekannt. In dieser wurde zudem mehrfach betont, dass Ausnahmeregelungen für einen Fußballverein, wie die Kieler, keine gesellschaftliche Sonderstellung darstellen sollen.

Kleingruppe bis zu sieben Personen

"Letztendlich ist der Lizenzbereich bei Holstein Kiel ein Wirtschaftsunternehmen und die Lizenzspieler wollen und müssen ihrem Beruf nachgehen können", erklärt KSV-Geschäftsführer Wolfgang Schwenke entschieden, dass es bei einer Aufnahme des Trainings nicht darum geht, das Fußballgeschäft wieder anzukurbeln – diese gesellschaftliche Sonderrolle will sich Holstein Kiel nicht zuschreiben lassen. Denn ab sofort werden die Störche wieder das Training in Kleingruppen von bis zu sieben Personen aufnehmen.

"Wir befinden uns schon seit Beginn der Pandemie in einem sehr konstruktiven Austausch mit den zuständigen Behörden und Entscheidungsträgern auf kommunaler sowie Landesebene", führt KSV-Präsident Steffen Schneekloth die Gedanken des Vereins weiter aus und betont: "So haben wir bereits seit Anfang März Spieler und Mitarbeiter sensibilisiert, auf die Einhaltung von Hygienemaßnahmen gedrungen und auf eine möglichst große Distanz der für Holstein Kiel tätigen Menschen geachtet."

Kiel will sich für Mai vorbereiten

Dabei soll es auch im Training bleiben, das in naher Zukunft erstmal kontaktlos stattfindet. Dafür bürgt Sport-Geschäftsführer Uwe Stöver: "Dieser Schritt ist noch weit von einem gewohnten Mannschaftstraining mit fußball-taktischen Inhalten entfernt, sondern bietet zusätzlich zu den athletischen Einheiten lediglich die Möglichkeit, ein kontaktloses Training mit dem Ball." Passpiel, Flanken, Abschlüsse – darauf wird der Fokus liegen.

Denn jedem Verein ist klar, dass irgendwann der Tag X kommen wird, an dem es weitergeht. "Die DFL hat den Spielbetrieb bis Ende des Monats ausgesetzt, so dass wir und auch alle anderen Vereine der ersten und zweiten Bundesliga uns nach aktuellem Stand darauf vorbereiten müssen, im Mai wieder Spiele auszutragen zu können", sieht auch Stöver in der aktuellen Regelung eine Möglichkeit, einen fairen Wettbewerb zu wahren. Im Endeffekt geht es nämlich auch für die Vereine darum, einen "wirtschaftlichen Schaden" so gering wie möglich zu halten. Davon hängen schließlich auch Arbeitsplätze ab.