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Investor Kühne über HSV-Kader: "Kunterbunt zusammengewürfelt"

Inklusive aller Leih-Geschäfte treibt der Hamburger SV seine Vorbereitungen für die kommende Zweitliga-Saison weiter voran und sondiert den Markt trotz 15 Neuzugängen in diesem Sommer. Für HSV-Investor Klaus-Michael Kühne ist dies auch zwingend notwendig, wenngleich er Hoffnungen in die sportliche Leitung setzt.

Transferplus für den HSV

15 Neuzugänge kamen für 9,6 Millionen Euro, 15 Abgänge gingen für rund 21,3 Millionen Euro – das macht in Summe ein dickes Transferplus für den Hamburger SV, der in seinem zweiten Zweitliga-Jahr erneut den großen Umbruch vollziehen musste. Für HSV-Investor Klaus-Michael Kühne scheint die Transferaktivität des Klubs noch nicht genug zu sein, wie er gegenüber der "Zeit" erläutert: "Noch scheint mir die Mannschaft 'kunterbunt zusammengewürfelt' zu sein."

Immerhin: Acht der elf externen Neuzugänge kennen die 2. Bundesliga, denn der Hamburger SV verpflichtete im Sommer ausschließlich Spieler, die in der letzten Saison noch bei den Konkurrenten unter Vertrag standen.

Finanzielle Unabhängigkeit von Kühne schaffen

Auch deswegen hat Kühne die Hoffnung wohl noch nicht aufgegeben und äußert seine Wünsche: "Ich hoffe, es wird Sportvorstand und Trainer gelingen, daraus ein starkes Team zu formen." Etwas anderes wird Neu-Trainer Dieter Hecking auch nicht übrig bleiben, denn weitere Finanzspritzen des Investors für Kaderkorrekturen wird es nicht geben. "Ein weiteres finanzielles Engagement habe ich bis auf Weiteres nicht vorgesehen", schloss Kühne seine Hilfe nach derzeitigem Stand aus.

Der HSV arbeitet im Hintergrund allerdings schon an einer Methode, um sich nicht mehr von einem Investor alleine abhängig zu machen: Die Rechtsform der HSV Fußball AG steht auf dem Prüfstand, in der Aktiengesellschaft dürfen 25 Prozent der Anteile verkauft werden. Eine Umwandlung in eine "KGaA" (Kommanditgesellschaft auf Aktien) hätte zur Folge, dass diese Prozentzahl nach oben offen ist – auch Fans dürften dann an der Börse HSV-Anteile erwerben. Die Idee, dass Mitgliedern und Fans die Möglichkeit geboten werde "Mitgesellschafter zu werden und die Finanzen zu stärken" würde Kühne nicht nur begrüßen, sondern auch hoffen, dass dies "möglichst rasch geschieht."