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"Ist schlimm": FCM überwintert auf Abstiegsplatz – Atik selbstkritisch

IMAGO / Christian Schroedter

Ganz bitterer Hinrunden-Abschluss für den 1. FC Magdeburg. Obwohl der Aufsteiger laut eigener Aussage die spielbestimmende Mannschaft war, verlor der FCM mit 1:3 bei Arminia Bielefeld und beendet das Jahr somit auf einem Abstiegsplatz. Baris Atik zeigte sich danach sehr selbstkritisch.

"Wir belohnen uns nicht"

Der Gang zu den Anhängern in den Gästeblock hatte etwas Tröstendes für die Magdeburger Profis. "Die Fans stehen hinter uns, haben uns motiviert", sagte Baris Atik am "ARD"-Mikrofon. Doch das war es auch erst einmal an positiven Dingen, die der 27-Jährige zu berichten hatte. "Wir belohnen uns nicht, haben genügend Chancen", meinte der Offensivspieler.

Der besonders sich selbst stark kritisiert. "Ich habe heute sehr viel verballert, kann mindestens drei Tore machen – das habe ich nicht. Und so wirst du in der 2. Liga bestraft, wenn du die Chancen nicht nutzt", so der gebürtige Frankenthaler, der zur Saison-Halbzeit bei je drei Toren und Vorlagen steht. Dass am Sonntag zum Jahresabschluss keine dazukamen, nagte an ihn.

Fehler führt zu Rückstand

Auch an Trainer Christian Titz. "Wir haben heute einen Sieg weggegeben. Wir haben das Spiel kontrolliert, hatten unglaublich viele gute Einschussmöglichkeiten." Doch der Ertrag fehlte. Stattdessen hatte sein Team den Gegner mit "einem Bock" zur Führung eingeladen. Alexander Bittroff spielte einen zu kurzen Rückpass auf Keeper Dominik Reimann, den sich Bielfelds Jomaine Consbruch schnappte und kurz darauf zum 1:0 traf (30.).

Die Gäste gaben nicht auf, kassierten im Laufe der zweiten Halbzeit aber durch Christian Gebauer (65.) und Robin Hack (72.) die nächsten Nackenschläge. Dass Tatsuya Ito kurz darauf das 1:3 aus Gästesicht erzielte, brachte am Ende nichts mehr. "Wir waren spielbestimmend, aber der Gegner macht mit wenigen Möglichkeiten die Tore. Wir haben uns um den Lohn gebracht", analysierte Titz.

Punktgleich mit Platz 15

Der mit seinem Team als Tabellen-17. nun auf einem Abstiegsplatz stehend in die XXL-Winterpause geht. "Natürlich ist das schlimm für einen Fußballer, da unten zu sein", meinte Atik. Doch in den verbleibenden 17 Partie werde die Mannschaft "ein ganz anderes Gesicht zeigen", ist er sicher. Immerhin ist der FCM auch nur wegen des schlechteren Torverhältnisses unter dem Strich und punktgleich mit dem FC St. Pauli, der auf Rang 15 steht.

Die vergangenen Wochen hätten zudem gezeigt, "dass die Offensive immer besser, die Defensive immer stabiler wird. Die Zeit wird kommen, in der wir die Punkte einfahren werden". Im Idealfall schon beim Neujahres-Auftakt am 27. Januar bei Fortuna Düsseldorf.