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Jahn kassiert nächste Pleite: "Nicht so gut und kreativ"

IMAGO / Eibner

Der SSV Jahn Regensburg findet aktuell nicht in die Erfolgsspur zurück. Mit 0:3 unterlagen die Oberpfälzer am Sonntag nach einer Halbzeit in Unterzahl beim 1. FC Heidenheim. Es war die dritte Niederlage in den vergangenen vier Partien.

Otto kassiert rote Karte

Nur ein einziges Mal musste der SSV in den ersten zwölf Partien als Verlierer vom Platz gehen, war die große Überraschungsmannschaft. Doch nun scheint die Luft beim Team von Trainer Mersad Selimbegovic etwas raus zu sein, es gab die dritte Niederlage in den jüngsten vier Partien. Dabei attestierte der 39-Jährige seinen Profis in Heidenheim sogar, "gut im Spiel" gewesen zu sein. Der Treffer zum 0:1 sei "aus dem Nichts" gefallen. Zuvor wurde Heidenheims Tim Kleindienst zwar vom Ball getrennt, dieser landete aber letztlich bei Christian Kühlwetter, der überlegt und platziert treffen konnte (23.). Die Mannschaft habe in diesem Moment "nicht gut abgesichert", sagte Steve Breitkreuz beim Vereins-TV.

Danach habe sich eine offene Partie ohne wirkliche Chancen für den Jahn entwickelt, so Selimbegovic. Den nächsten herben Rückschlag gab es in der 42. Minute. Während eines Freistoßes soll David Otto (kam im Januar aus Heidenheim) Kühlwetter absichtlich mit dem Ellenbogen im Gesicht getroffen haben und sah dafür von Schiedsrichter Nicolas Winter die rote Karte. In Rücktand und Unterzahl mussten die Regensburger den zweiten Durchgang angehen.

"In Unterzahl nicht schlecht gemacht"

"Die Mannschaft hat das in Unterzahl nicht schlecht gemacht", lobte der Coach. "Immer wieder" seien Umschaltmomente gesucht worden. Das Problem: "Wir haben aber oft die falsche Entscheidungen getroffen." Doch auch die Hausherren brannten wahrlich kein Offensivfeuerwerk ab, weshalb die Partie weiter offen war. Doch gegen Ende des Spiels wurde der FCH immer stärker. "Es war klar, dass unsere Kräfte im Laufe der Zeit nachlassen", war Selimbegovic wenig überrascht. Zunächst konnte Alexander Meyer einen weiteren Gegentreffer noch mit zwei starken Paraden verhindern (75.), kurz darauf war der 30-jährige Schlussmann aber machtlos: Robert Leipertz konnte sich durch die SSV-Abwehr dribbeln, vollendete dann ins kurze Eck (77.). In der ersten Minute der Nachspielzeit erhöhte Jan Schöppner noch auf 3:0 für die Gastgeber.

Es sei eine "verdiente Niederlage" gewesen, "aber vielleicht einen Ticken zu hoch", meinte Selimbegovic. "Aber Heidenheim braucht nicht viel." Der Platzverweis, sei auf jeden Fall ein Knackpunkt für das Duell gewesen. "Aber ob es bei elf gegen elf besser gewesen wäre, weiß man nicht." Die Niederlage habe "in erster Linie" an einer "guten Verteidigung der Heidenheimer" gelegen. "Wir haben es nicht schlecht gespielt, aber im entscheidenden Pass waren wir nicht so gut und kreativ. Gegen Heidenheim ist es schwer, Chancen zu erspielen."

Am Freitag empfängt der noch immer drittplatzierte Jahn Werder Bremen, könnte den Vorsprung auf die Nicht-Aufstiegsplätze wieder auf mehr als einen Punkt anwachsen lassen.