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Jahn-Keeper Meyer mit Assist: "Jetzt lauf nach vorne!"

Es waren die Szenen des Spiels, als SSV-Keeper Alexander Meyer in der Partie seiner Regensburger gegen den 1. FC Nürnberg mit der letzten Gelegenheit nach vorne eilte – und zum Ausgleichstreffer für den Jahn beitrug. Das "Kopfballungeheuer" aus Regensburg war zur Stelle.

"Nichts mehr zu verlieren"

Erstmals in dieser Saison wurde Alexander Nandzik von Trainer Mersad Selimbegovic eingewechselt, bei einem Rückstand gegen den 1. FC Nürnberg sollte der 27-Jährige helfen. Vielleicht war es Nandziks beste Idee des Spiels, als er kurz vor Schluss zurückschaute und es mit SSV-Keeper Alexander Meyer einen Blickkontakt gab. "Er hat mich kurz angeguckt, dann habe ich einfach gesagt: Jetzt lauf nach vorne, wir haben eh nichts mehr zu verlieren", erklärte Nandzik im Nachhinein gegenüber dem "Straubinger Tagblatt", dass er Meyer die Erlaubnis praktisch erteilte.

Und der nahm die Chance nicht nur wahr, er nutzte sie auch. Beim ersten Eckball in der letzten Minute der Nachspielzeit wurde der Ball in der Mitte verlängert und Meyer schloss im Stil eines Stürmers per Volley ab – und zwang sein Pendant im Nürnberger Kasten zur Parade. Beim zweiten Versuch war FCN-Keeper Andreas Lukse dann matchlos, als dieses Mal Meyer den Vorbereiter gab und Jan-Marc Schneider einköpfte. Meyer voller Euphorie: "Das Momentum ist auf unserer Seite, das haben wir uns davor aber auch hart erarbeitet."

Meyers sinnbildlicher Kampfgeist

Meyers Kopfballvorlage führte zum Punktgewinn, Schneider lobte das "Kopfballungeheuer" vom Jahn: "Da musste ich den Ball nur noch über die Linie schieben." Der Torhüter selbst habe um sein Mitwirken im gegnerischen Strafraum gefleht und Joker Nandzik erhörte den 28-Jährigen, weil er sich eines bewusst war: "Die Mentalität hat uns schon immer stark gemacht. In den letzten Jahren haben wir immer wieder Rückstände aufgeholt, wir haben bis zum Schluss daran geglaubt, dass wir etwas mitnehmen können."

Damit konnte dann auch Trainer Mersad Selimbegovic am Ende des Tages zufrieden sein: "Am Ende haben wir dann gedrückt und sind voll ins Risiko gegangen. Wir haben nicht mit Dreierkette gespielt, sondern nur mit den beiden Innenverteidigern hinten, alle anderen waren mit vorne." Und das ein langer Kerl wie Meyer, dem immerhin nur fünf Zentimeter bis zur Zwei-Meter-Körpergröße fehlen, dabei praktisch ist, sollte klar sein. "Es ist immer mehr Unruhe im gegnerischen Sechzehner, wenn ein Großer mehr mit drin ist", lobte Selimbegovic den Einsatz und Elan seines Schlussmannes.