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Jahn nach knappen Pokal-Aus stolz: "War eine packende Partie"

© IMAGO / Zink

Der SSV Jahn Regensburg lieferte im DFB-Pokal-Viertelfinale eine kämpferische Leistung bis zum Abpfiff ab, doch am Ende zog der Bundesligist aus Bremen denkbar knapp in die nächste Runde ein. Bei Cheftrainer Mersad Selimbegovic überwog der Stolz. Nun kann sich der Zweitligist auf das Saisonfinale in der Liga konzentrieren.

"Schön war es"

"Es war eine packende Partie", beschrieb Selimbegovic die Pokalbegegnung, die mit einer 0:1-Niederlage für die Regensburger endete. Der Traum vom Halbfinale war damit vorbei, doch mit Hinblick auf das beste Abschneiden im Pokal der SSV-Geschichte war der Cheftrainer dennoch zufrieden. "Bei uns ist keine Enttäuschung. Wir können stolz auf das sein, was wir im Pokal erreicht haben", so Selimbegovic mit einem Lächeln.

Gleichwohl legte der 38-Jährige auch den Finger in die Wunde. "Am Anfang haben wir zu viel Respekt gehabt. Wir haben glasklare Fehler gemacht, die wir normalerweise nicht machen", erklärte Selimbegovic und zählte auf, dass unnötige Pässe ins Aus oder unsauberes Umschaltspiel zu diesen Kleinigkeiten gehörten. Insgesamt sah der Cheftrainer eine gewisse Hektik im Spiel seiner Mannschaft. Lange konnte Regensburg die Partie trotzdem offen halten – bis der goldene treffer kam: "Die zweite Halbzeit haben wir mutig begonnen, aber dann ganz schnell ein Gegentor kassiert. Schön war es, aber es darf nicht passieren."

Konzentration auf die Liga

Yuya Osako verwandelte einen hohen Ball per Volley aus der Drehung, es sollte der entscheidende Treffer sein. Jahn-Keeper Alexander Meyer, in den drei Pokal-Runden zuvor jeweils als Elfmeterheld gefeiert, war machtlos. Bis zum Abpfiff hielt Regensburg noch dagegen, doch das Ergebnis veränderte sich nicht mehr. "Es war nicht schlecht, aber es war nicht gut genug", resümierte Selimbegovic schließlich. Und trotzdem war das Fazit positiv: "Wir haben gesehen, dass wir auch gegen so einen guten, starken Gegner, eine Chance haben."

Jetzt zu behaupten, für das Saison-Finale in der Liga wäre eine zusätzliche Partie im DFB-Pokal auch ein zusätzlicher Ballast gewesen, sei für Selimbegovic "eine Linie, die ich nicht überschreite". Klar ist aber, dass sich der SSV nun auf den Abstiegskampf der 2. Bundesliga konzentrieren kann. Zuerst weren die Regensburger in Kiel (Samstag, 13 Uhr) und anschließend in Osnabrück (Mittwoch, 18:30 Uhr) gefordert sein. Aktuell hat der DFB-Pokal-Viertelfinalist noch fünf Punkte Vorsprung vor der Gefahrenzone.