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Jansen von HSV-Kader überzeugt: "Visionen, Träume und Hunger"

Seit 237 Tagen ist Marcell Jansen beim Hamburger SV als Präsident aktiv, in dieser kurzen Zeit erlebte er bereits zahlreiche Höhen und Tiefen. Am Montagabend schließt sich für den 33-Jährigen gegen den FC St. Pauli ein Kreis, denn dieses Mal soll alles anders laufen, als beim letzten Mal.

"War ein Riesen-Erlebnis"

4:0, Derbysieg, ein Punkt hinter Spitzenreiter Köln – die Bilanz des Hamburger SV am 25. Spieltag der Vorsaison sah vielversprechend aus. Am Ende holte der SC Paderborn zwölf Punkte Rückstand auf den HSV auf, der Ex-Bundesliga-Dino verblieb in der 2. Bundesliga. Marcell Jansen, der seit Januar als Präsident im Amt ist, erlebte den Tiefflug bereits mit. "Das 4:0 im März war ein Riesen-Erlebnis", blickt der 33-Jährige in der "Bild"-Zeitung auf das Aufeinandertreffen mit dem FCSP zurück und stellt ernüchtert fest: "Danach ging nicht mehr viel."

Seitdem habe sich – insbesondere im Sommer – mit den Einstellungen von Trainer Dieter Hecking und Sportvorstand Jonas Boldt vieles geändert. Auch das Spielermaterial, das dadurch folgerichtig ein anderes wurde, sei laut Jansen grundlegend verschieden zum vergangenen Jahr: "Wir haben jetzt Spieler, die Visionen, Träume und Hunger haben. Die beim HSV den nächsten Schritt in ihrer Karriere machen wollen." Gewisse Spieler hätte der Präsident schon gerne früher herausgenommen, weil sich der Leistungsabfall abzeichnete: "Das fing mit dem Start der Rückserie in Kiel (1:3, Anm. d. Red.) an. Die konkrete Ansprache mit sportlich harten Maßnahmen und über die Struktur der Hierarchie hat gefehlt."

Jansen wünscht Derbysieg

Nun trifft der HSV erneut auf den ewigen Erzrivalen vom Hamburger Kiez. "Die Stimmung war mega. Ein paar Dinge wurden allerdings übertrieben. Insgesamt wurde zu viel Pyro gezündet. Dass unser Mannschaftsbus attackiert wurde, gehört sich natürlich auch nicht", erinnert sich Jansen auch an weniger schöne Erlebnisse beim letzten Aufeinandertreffen. Den sportlichen Erfolg möchte er jedoch gerne wiederholen: "Das Derby ist ganz besonders wichtig. Wir wollen unbedingt gewinnen."