• Facebook
  • Twitter

Karlsruhes dritter Streich: "Wir haben alles gehabt"

Die Welle der Euphorie ebbt beim Karlsruher SC nicht ab: Nachdem sich der Aufsteiger zum Tabellenführer der 2. Bundesliga aufschwang, gewann die Elf von Trainer Alois Schwartz auch das Erstrunden-Spiel im DFB-Pokal gegen Hannover 96. Dennoch haderte der Coach an einer Sache: Die Nachspielzeit.

Drei Treffer vor dem Abpfiff

Am 1. Spieltag war es Wiesbadens Daniel-Kofi Kyereh, der in der dritten Minute der Nachspielzeit noch einmal zum 1:2-Endstand traf – der KSC gewann. Am 2. Spieltag dann er Doppelschlag von Dresden: Erst Horvath in der 45. Minute, dann Koné in der 90. Minute – der KSC gewann trotzdem mit 4:2. Und im Pokal folgte dann beinahe die Fortsetzung der Geschichte, als Hannovers Stürmer Marvin Ducksch den Ball in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auf das KSC-Tor brachte und Abwehrchef Daniel Gordon auf der Linie rettete. "Vielleicht waren wir schon gut zu drin, weil wenn du nicht aufmerksam bist, dann kriegst du in der 45. Minute das Gegentor", versuchte sich Alois Schwartz zu erklären, warum der Karlsruher SC immer vor dem Abpfiff zittern muss.

Dieses Mal ging der Ball nicht rein, der KSC gewann erneut und konnte auch entsprechend die "Null" halten. "Von dem Pokal wird gesagt: Alles oder nichts. Und wir haben alles gehabt", stellte Schwartz in der Pressekonferenz nach dem Spiel zufrieden fest, denn gegen den Bundesliga-Absteiger zeigten sich die Karlsruher vom Anstoß weg auf Augenhöhe. Die Kritik des Cheftrainers ist entsprechend auf hohem Niveau: "Wir hätten ein bisschen ruhiger spielen sollen, dann waren die Bälle wieder weg."

"Haben viele Sachen gut gemacht"

Beinahe wäre der 2:0-Erfolg gegen die Niedersachsen noch höher ausgefallen, doch einen weiteren Treffer von Mittelfeldmann Lukas Fröde wurde von Schiedsrichter Benjamin Cortus aberkannt. "Ich weiß es nicht, anscheinend ist jemand vor dem Torwart rumgehampelt. Schade, allein für den Jubel hätte ich es verdient gehabt", bedauerte der 24-Jährige, dass sein Name nicht auf der Torschützenliste erschien. Letztlich sei ihm natürlich der Sieg wichtiger: "Wir haben im Endeffekt auch verdient gewonnen, weil wir viele Sachen gut gemacht haben."

Der Karlsruher SC ist damit perfekt in die neue Saison gestartet. Nach sechs Punkten aus den ersten beiden Liga-Auftritten kann sich der Aufsteiger aus der 3. Liga somit auch über die 2. Runde im DFB-Pokal freuen. Bis dahin geht es erst einmal im Liga-Alltag weiter, dort müssen die Karlruher am kommenden Sonntag (13:30 Uhr) nach Kiel reisen. Und auch dort werden die KSC-Akteure versuchen, ein Gegentor in der Nachspielzeit möglichst zu vermeiden.