• Facebook
  • Twitter

Köln: Modeste droht Tianjin mit Gang vor den CAS

Anthony Modeste verliert im Streit um seine Freigabe für den 1. FC Köln allmählich die Geduld. Via Instagram warf der 30-Jährige seinem bisherigen Klub Tianjin Tianhai (vormals Tianjin Quanjian) Verschleppungstaktik vor und drohte den Chinesen mit dem Gang vor den internationalen Sportgerichtshof CAS.

„Tianjin will verhindern, dass ich Fußball spiele"

„Tianjin will verhindern, dass ich Fußball spiele. Sie stellen unverhältnismäßige Forderungen“, klagte der Torjäger außer Dienst: „Wenn das bis zum 31. Januar so bleibt, werde ich vor den CAS ziehen und um mein Recht kämpfen. Dann werde ich auch einige Details über Tianjin erzählen.“

Modeste hatte seinen Vertrag in China im Sommer wegen ausstehender Gehaltszahlungen gekündigt und hatte im Herbst vermeintlich ablösefrei in Köln unterschrieben. Weil Tianjin jedoch auf den Vertrag und eine entsprechende Ablöse – laut Bild-Zeitung angeblich zehn Millionen Euro – pocht, kann der  Franzose noch nicht wieder für Köln auflaufen.

FC-Geschäftsführer Wehrle zur Klärung in China

Ein Schiedsgericht des Weltverbandes FIFA hatte in dem Transferstreit vor Weihnachten widersprüchlicherweise sowohl Modestes Kündigung des Vertrages im Reich der Mitte wegen ausstehender Gehaltszahlungen als auch Tianjins Forderung nach einer Transferentschädigung aufgrund des bestehenden Vertrages als rechtmäßig eingestuft und den Vorgang damit in eine Sackgasse manövriert. Modeste war 2017 für eine Ablöse von 30 Millionen Euro aus der Domstadt nach Tianjin gewechselt. Ohne eine Einigung bis zum Ablauf der Transferfrist am Monatsende würde Modeste erst im Sommer spielberechtigt sein.

Zur Klärung der Situation ist Kölns Finanzgeschäftsführer Alexander Wehrle bereits am vergangenen Mittwoch für Gespräche mit Tianjins Führung ins Reich der Mitte gereist. Ob seine Mission Erfolgschancen haben kann, ist angesichts der bisherigen Querelen schwer einzuschätzen.