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Leistner mit SGD-Fan in Kontakt: "Die Sache ist damit aus der Welt"

© imago images / Steffen Kuttner

Es war der große Aufreger nach der 1:4-Niederlage des Hamburger SV bei Dynamo Dresden: Abwehrchef Toni Leistner ging zielstrebig auf die Zuschauertribüne und packte sich einen SGD-Fan nach dessen Worten gegen den Gästespieler. Inzwischen räumte der Innenverteidiger die Angelegenheit persönlich mit dem Zuschauer aus der Welt.

"Nehme seine Entschuldigung an"

"Ich hatte heute Kontakt zu dem Dresden-Fan. Wir haben telefoniert und die Sache untereinander geklärt", berichtet HSV-Innenverteidiger Toni Leistner zwei Tage nach dem Pokalspiel der Hamburger in Dresden via Instagram. Weiter heißt es: "Er hat genau wie ich seinen Fehler eingesehen. Ich nehme seine Entschuldigung an, zwischen uns ist die Sache damit aus der Welt."

Es war der Eklat der ersten Pokalrunde schlechthin, ein Profi-Fußballer ging auf einen Fan los. Inzwischen mehren sich die Stimmen, die dem HSV-Abwehrchef ihre Zustimmung zusprechen. Im Raum steht, dass der SGD-Fan die schwangere Frau von Leistner beschimpft haben soll – was der betroffene Zuschauer gegenüber "Tag24" widerlegte. Er habe "nur ein bisschen gepöbelt" und "die üblichen Phrasen, die Fans nach so einem Spiel von sich geben" gerufen. Das Telefonat zwischen den Parteien ist nach Ansicht von Dynamo-Präsident Holger Scholze aber gut gelaufen: "Der Dynamo-Fan hat seinen Fehler in dem Telefonat eingestanden und glaubhaft bei Toni Leistner für die Provokationen um Verzeihung gebeten."

Fan droht Rauswurf in Dresden

Dennoch droht dem Betoffenen nun ein Rausschmiss bei der SGD. Auch Scholze positioniert sich klar für den HSV-Verteidiger: "Es ist schockierend und beschämend, dass eine Einzelperson im Zuschauerbereich diesen außergewöhnlichen Pokalabend unserer Sportgemeinschaft und das tadellose Verhalten von 99,9 Prozent aller Menschen im Stadion durch sein inakzeptables Verhalten überschattet hat." Der Fan habe freiwillig 20 Sozialstunden für ein gemeinnütziges Projekt der Sportgemeinschaft angeboten, während gegen Toni Leistner inzwischen Ermittlungen des DFB folgen.