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"Leistungsgrenze abrufen": SCP zu Gast bei erstarktem BTSV

© imago images / foto2press

Mit 38 Punkten steht der SC Paderborn im Mittelfeld der Liga, hat weder mit dem Abstieg noch mit dem Aufstieg etwas zu tun. Auch wenn der Druck von den Ostwestfalen weggefallen ist, fordert Trainer Steffen Baumgart beim Duell gegen Eintracht Braunschweig am Freitag (18.30 Uhr) eine ansprechende Leistung.

"Vollgas nach vorn"

Das Ziel ist klar: Mit einem Sieg kann der SCP die 40 Punkte-Marke und damit auch die rechnerische Vorgabe für den Klassenerhalt knacken. Dafür benötigt es allerdings einen Sieg beim Auswärtsspiel gegen Eintracht Braunschweig. Weshalb Baumgart den Versuch seiner Profis sehen möchte, "Vollgas nach vorn zu spielen", sagte der 49-Jährige am Mittwoch auf der Pressekonferenz. Doch auch wenn der Gegner nur drei Zähler vor dem Abstiegs-Relegationsplatz steht, haben sich die Niedersachsen zuletzt gefangen. In den jüngsten sieben Spielen gab es nur eine Niederlage, dafür drei Siege und drei Remis.

Der BTSV sei "in letzter Zeit sehr defensivstark geworden. Man bekommt wenige Chancen gegen sie. Da haben sie sich sehr stark verbessert und stabilisiert", hatte Baumgart bei der Gegneranalyse erkannt. Deshalb müsste sein Team schauen, "dass wir unsere Chancen nutzen". Zudem sei der Kontrahent gut im Umschaltspiel und bei Standards. "Sie sind auf einem sehr, sehr guten Weg, das hat man gegen Osnabrück gesehen", erklärte Baumgart. Das Duell gegen den VfL hatten die Braunschweiger mit 4:0 gewonnen.

"Spiel umsetzen und durchziehen"

Um dem Gegner jedoch den Wind aus den Segeln nehmen zu können, forderte Baumgart, aus der eigenen Stabilität in der Defensive heraus, "unser Spiel umzusetzen und durchzuziehen". Wenn die Profis ihre Leistungsgrenze nicht erreichen, würde ein Spiel wie in der Hinrunde zustande kommen, als der SCP mit 2:0 geführt, am Ende aber nur ein 2:2 erreicht hatte. "Wir müssen unsere Leistungsgrenze abrufen. Dann wird es schwer, uns zu schlagen. Wir fahren da hin, um es dem Gegner unmöglich zu machen, gegen uns zu gewinnen", gab sich Baumgart, der den Klub im Sommer verlassen wird, kämpferisch. "Wenn wir die Laufbereitschaft haben und das, worauf es ankommt, sind wir eine gute Mannschaft."

Dass es für die Mannschaft salopp gesagt um nichts mehr geht, soll sie aus der Sicht des Trainers nicht daran hindern, weiterhin gute Spiele abzuliefern. "Wir sind in einer sehr guten Position, aber in keiner zufriedenstellenden, was die Tabelle angeht", äußerte sich der ehrgeizige Coach. Sein Blick gehe in der Tabelle immer nach oben. Deshalb reicht der aktuelle Platz neun nicht aus.

Hünemeier und Schonlau zurück

Gegen Braunschweig kann der Klub von der Pader auch wieder auf Verteidiger Uwe Hünemeier zurückgreifen, der immer mehr Teile des Mannschaftstrainings absolvieren kann. Die Möglichkeit stehen gut, dass er wieder im Kader sein könnte, in der Startelf wird der 35-Jährige aber nicht stehen. Auch Kapitän Sebastian Schonlau ist nach abgesessener Gelb-Sperre wieder Teil des Teams. Hingegen fehlen wird Marcel Correia, der wegen eines Muskelfaserrisses pausieren muss.