{"id":228471,"date":"2019-07-04T13:19:55","date_gmt":"2019-07-04T11:19:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.liga3-online.de\/?p=228471"},"modified":"2019-07-04T13:19:55","modified_gmt":"2019-07-04T11:19:55","slug":"trainer-umfrage-das-sind-die-top-favoriten-auf-den-aufstieg-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.liga2-online.de\/liga3-test\/index.php\/2019\/07\/04\/trainer-umfrage-das-sind-die-top-favoriten-auf-den-aufstieg-2019\/","title":{"rendered":"Trainer-Umfrage: Das sind die Top-Favoriten auf den Aufstieg"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bevor Ende Juli die neue Saison beginnt, hat liga3-online.de alle 20 Trainer nach ihren Aufstiegsfavoriten befragt. Das Ergebnis: Anders als in den letzten Jahren gibt es keinen eindeutigen Favoriten, die meisten Stimmen entfielen auf Eintracht Braunschweig und Zweitliga-Absteiger FC Ingolstadt (jeweils 10). Auf den weiteren Pl\u00e4tzen folgen Rostock, Magdeburg (jeweils 7) und Halle (6), aber auch Duisburg, Kaiserslautern, Uerdingen und W\u00fcrzburg<\/strong><strong>\u00a0werden Chancen einger\u00e4umt (Grafik unten).<\/strong><\/p>\n<h3>Kein Top-Favorit<\/h3>\n<p>Dass die 3. Liga \u00fcberaus ausgeglichen ist, zeigte sich in den vergangenen Jahren immer wieder. Vor Beginn der neuen Saison spiegelt sich diese Tatsache auch in der Trainer-Umfrage wider. Denn einen klaren Favoriten auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga gibt es nicht, mit zehn Nominierungen liegen Eintracht Braunschweig und der FC Ingolstadt gemeinsam an der Spitze. Zum Vergleich: Vor einem Jahr war der 1. FC Kaiserslautern mit satten 17 Stimmen der eindeutige Favorit bei den \u00dcbungsleitern, auch Eintracht Braunschweig wurde 15 Mal nominiert.<\/p>\n<p>Dass der BTSV nun erneut zum Favoritenkreis geh\u00f6rt, ist zum einen auf die &#34;extreme Transferoffensive&#34; zur\u00fcckzuf\u00fchren, wie es Gro\u00dfaspach-Trainer Oliver Zapel formuliert. Vor allem mit den Verpflichtungen von Nick Proschwitz (Meppen), Martin Kobylanski (M\u00fcnster) und Orhan Ademi (W\u00fcrzburg) lie\u00df die Eintracht aufhorchen und sendete damit ein deutliches Signal. Zum anderen war f\u00fcr viele Trainer die starke R\u00fcckrunde der Eintracht (32 Punkte aus 19 Spielen) ein Grund, den Deutschen Meister von 1967 zu nominieren. &#34;An diese Leistung wollen sie ankn\u00fcpfen&#34;, so FCM-Coach Stefan Kr\u00e4mer.<\/p>\n<p>Dem FC Ingolstadt attestieren die Drittliga-Trainer ebenfalls einen starken Kader. &#34;Sie haben viel investiert und wollen nach dem sp\u00e4ten Abstieg etwas gutmachen&#34;, sch\u00e4tzt Pavel Dotchev, Trainer von Viktoria K\u00f6ln, die Lage beim Zweitliga-Absteiger ein. Mit einem Marktwert von 8,25 Millionen Euro stellt der FCI nach dem KFC Uerdingen den zweitwertvollsten Kader der 3. Liga. Zwar mussten die Schanzer mit\u00a0Paulo Ot\u00e1vio,\u00a0Almog Cohen,\u00a0Sonny Kittel und\u00a0Dar\u00edo Lezcano mehrere Stammspieler und Leistungstr\u00e4ger ziehen lassen, sicherten sich auf der anderen Seite aber unter anderem die Dienste von\u00a0Maximilian Wolfram und\u00a0Caniggia Elva. Zudem konnten Spieler wie\u00a0Bj\u00f6rn Paulsen,\u00a0Marcel Gaus und\u00a0Stefan Kutschke gehalten werden. Trainer Jeff Saibene hielt sich bei der Nennung der Aufstiegsfavoriten derweil zur\u00fcck: &#34;Uns erwartet eine schwere Aufgabe, die 3. Liga ist bespickt mit traditionsreichen Clubs und wir wollen alles daf\u00fcr tun, um schnell in dieser Liga anzukommen.&#34; Ziel sei es, &#34;eine gute Rolle zu spielen.&#34;<\/p>\n<h3>Chancen f\u00fcr Magdeburg und Rostock<\/h3>\n<p>Mit dem 1. FC Magdeburg wird ein weiterer Zweitliga-Absteiger in den Augen der Drittliga-Trainer vorne mitmischen &#8211; siebenmal wurden die Elbst\u00e4dter genannt. Dotchev begr\u00fcndet seine Nominierung mit dem &#34;riesigen Fan-Potenzial&#34; und der &#34;gro\u00dfen Qualit\u00e4t im Kader&#34;. Wenig \u00fcberraschend musste der FCM nach dem direkten Wiederabstieg einen gro\u00dfen Umbruch vollziehen: 18 Spieler, darunter\u00a0Felix Lohkemper,\u00a0Jan Kirchhoff, Marius B\u00fclter und\u00a0Philip T\u00fcrpitz, gingen, elf Spieler kamen. Vor allem in der Offensive scheint der 1. FC Magdeburg mit Akteuren wie Kapit\u00e4n Christian Beck,\u00a0Mario Kvesic,\u00a0S\u00f6ren Bertram und\u00a0Marcel Costly nach aktuellem Stand gut aufgestellt. Der FCM selbst hat sich den direkten Wiederaufstieg derweil nicht auf die Fahne geschrieben, will aber bis sp\u00e4testens 2022 in die 2. Bundesliga zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>Ebenfalls sieben Stimmen entfielen auf den F.C. Hansa Rostock. Eine &#34;interessante Mannschaft mit Potenzial&#34;, so Waldhof-Coach Bernhard Trares, auch Ex-Trainer Dotchev erwartet einiges: &#34;Hansa ist sehr ambitioniert und hat es schon letztes Jahr versucht.&#34; Dass die Kogge die 3. Liga nach nunmehr sieben Jahren lieber heute als morgen nach oben verlassen m\u00f6chte, ist ein offenes Geheimnis. Anders als in der letzten Saison hat Hansa Rostock den Aufstieg dieses Mal jedoch nicht als Ziel ausgegeben, sondern peilt zun\u00e4chst den f\u00fcnften Platz an. Zumal es zum dritten Mal in Folge einen gro\u00dfen Umbruch gab: Leistungstr\u00e4ger wie Oliver H\u00fcsing, Marcel Hil\u00dfner,\u00a0Ioannis Gelios und Cebio Soukou gingen, auf der anderen Seite kamen bislang \u00fcberwiegend junge Spieler aus unterklassigen Ligen. Zeitgleich sicherte sich die Kogge aber auch die Dienste von Markus Kolke, der in Wiesbaden stets zu den besten Keepern der 3. Liga geh\u00f6rte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-228484\" src=\"https:\/\/www.liga3-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Trainer2019-2.png\" alt=\"\" width=\"698\" height=\"953\" \/><\/p>\n<h3>FCK nur noch im erweiterten Kreis<\/h3>\n<p>Sechsmal genannt wurde der Hallesche FC, der bereits in der letzten Saison lange um den Aufstieg mitspielte und am Ende als Vierter nur knapp scheiterte. &#34;Sie haben den Kader gut beisammen gehalten, haben sich gut verst\u00e4rkt und wollen erneut eine gute Rolle spielen&#34;, meint Mannheims\u00a0Trares. In der Tat verlor der HFC mit\u00a0Marvin Ajani,\u00a0Moritz Heyer und\u00a0Braydon Manu &#34;nur&#34; drei Stammspieler und konnte sich auf der anderen Seite mit Akteuren wie\u00a0Jonas Nietfeld,\u00a0Patrick G\u00f6bel und\u00a0Florian Hansch verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Durchaus Chancen auf den Aufstieg werden auch Absteiger MSV Duisburg zugeschrieben. Dass die Zebras als Zweitliga-Absteiger aber nur f\u00fcnfmal genannt wurden, d\u00fcrfte am gro\u00dfen Umbruch (17 Abg\u00e4nge) und der noch nicht abgeschlossenen Kaderplanung (erst 13 externe Neuzug\u00e4nge) liegen &#8211; mit Ex-Bundesliga-Spieler\u00a0Marvin Compper konnte sich der MSV am Dienstag aber prominent verst\u00e4rken. Torsten Lieberknecht wollte sich unterdessen nicht auf drei Teams festlegen: &#34;Es gibt sicherlich zehn Teams, die das Zeug dazu haben, ganz oben dabei zu sein.&#34;<\/p>\n<p>Immerhin viermal wurde auch der 1. FC Kaiserslautern genannt. Nachdem die Roten Teufel vor einem Jahr als absoluter Top-Favorit in die Saison gingen, anschlie\u00dfend aber eine insgesamt entt\u00e4uschende Spielzeit ablieferten, geh\u00f6rt der FCK in den Augen der Trainer jetzt nur noch zum erweiterten Kreis der Aufstiegskandidaten. Dennoch wei\u00df etwa FCM-Trainer Stefan Kr\u00e4mer: &#34;Sie wollen unbedingt in die 2. Bundesliga&#34;. Zwar haben sich die Verantwortlichen diesbez\u00fcglich noch nicht offensiv ge\u00e4u\u00dfert, doch ein drittes Jahr in der 3. Liga wird dem Anhang nur schwer zu verkaufen sein. Nicht zuletzt durch die finanzielle Unterst\u00fctzung von Investor Flavio Becca gelang es, den Kader zusammenzuhalten. Bisher musste der FCK keinen Spieler entgegen der eigenen Planungen abgeben und konnte sich auf der anderen Seite unter anderen mit dem isl\u00e4ndischen Nationalst\u00fcrmer\u00a0Andri R\u00fanar Bjarnason verst\u00e4rken. Auch\u00a0Manfred Starke (Jena) und\u00a0Simon Skarlatidis (W\u00fcrzburg) sollen die Offensive k\u00fcnftig beleben.<\/p>\n<h3>Wer kann \u00fcberraschen?<\/h3>\n<p>Auch der KFC Uerdingen erhielt mit nur drei Nominierungen weniger Stimmen als vor der letzten Saison (7). Dabei haben sich die Krefelder &#8211; zumindest auf dem Papier &#8211; durchaus ansprechend verst\u00e4rkt und Spieler wie\u00a0Lukas K\u00f6nigshofer,\u00a0Tobias R\u00fchle und Jan Kirchhoff verpflichtet. Die Transfers von\u00a0Christian Kinsombi (19),\u00a0Franck Evina (18),\u00a0Jean Manuel Mbom (19) und\u00a0Hakim Guenouche (18) zeigen zudem, dass der KFC k\u00fcnftig verst\u00e4rkt auf unverbrauchte Talente setzen will. Gleichzeitig haben die Uerdinger mit Andreas Maxs\u00f6, der am Mittwoch vom FC Z\u00fcrich kam, den wertvollsten Drittliga-Spieler in ihren Reihen (Marktwert 1,5 Millionen Euro) und somit auch den wertvollsten Kader (9,23 Millionen Euro). &#34;Der KFC hat mit einem starken Kader und starken Neuverpflichtungen das Zeug zum Aufstieg&#34;, sch\u00e4tzt Ex-Trainer Stefan Kr\u00e4mer die Chancen ein. Au\u00dfenseiterchancen werden derweil den W\u00fcrzburger Kickers einger\u00e4umt (zwei Nominierungen).<\/p>\n<p>Insgesamt sind sich die 20 Trainer lange nicht so einig wie noch in den vergangenen Jahren. Mit dem 1. FC Kaiserslautern und Eintracht Braunschweig als Top-Favoriten lagen die \u00dcbungsleiter in der vergangenen Saison deutlich daneben, sagten mit dem Karlsruher SC aber immerhin einen sp\u00e4teren Aufsteiger richtig voraus. Den VfL Osnabr\u00fcck hatte unterdessen niemand auf der Rechnung. Auch in dieser Saison d\u00fcrfte es wieder \u00dcberraschungen dieser Art geben und so w\u00e4re es nicht verwunderlich, wenn ein Verein aufsteigt, den die Trainer jetzt noch nicht auf dem Zettel haben.<\/p>\n<p><em>Mitarbeit: Christian Knoth und Kevin Jung<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bevor Ende Juli die neue Saison beginnt, hat liga3-online.de alle 20 Trainer nach ihren Aufstiegsfavoriten befragt. 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