{"id":232207,"date":"2019-08-11T17:29:51","date_gmt":"2019-08-11T15:29:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.liga3-online.de\/?p=232207"},"modified":"2019-08-14T15:51:19","modified_gmt":"2019-08-14T13:51:19","slug":"pokal-wahnsinn-in-mannheim-waldhof-unterliegt-sge-mit-35","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.liga2-online.de\/liga3-test\/index.php\/2019\/08\/11\/pokal-wahnsinn-in-mannheim-waldhof-unterliegt-sge-mit-35\/","title":{"rendered":"Pokal-Wahnsinn in Mannheim: Waldhof unterliegt SGE mit 3:5"},"content":{"rendered":"<p><strong>Am Sonntagnachmittag feierte Waldhof Mannheim mit der Partie gegen Eintracht Frankfurt die R\u00fcckkehr in den DFB-Pokal. In einem denkw\u00fcrdigen Spiel setzte sich der Bundesligist mit 5:3 durch. Die Mannheimer zeigten jedoch einen durchweg \u00fcberzeugenden Auftritt und brachten den Favoriten mehrfach an den Rand einer Niederlage.<\/strong><\/p>\n<h3>Mannheimer Traumstart, Frankfurter Effizienz<\/h3>\n<p>Nach 16 Jahren Abstinenz kehrte der SV Waldhof Mannheim zu dieser Saison in den DFB-Pokal zur\u00fcck. Mit Europa League-Qualifikant Eintracht Frankfurt zog der SVW gleich ein \u00e4u\u00dferst attraktives Los. Und Mannheim sah sich nach dem 4:0 in der Liga-Partie gegen 1860 M\u00fcnchen durchaus ger\u00fcstet. So verzichtete Cheftrainer Berhard Trares weitestgehend auf Ver\u00e4nderungen an seiner Startelf, lediglich Christiansen r\u00fcckte f\u00fcr Dos Santos in die Mannschaft. Die Favoritenrolle war zwar eindeutig an die Frankfurter vergeben, realistische Chancen rechnete man sich allerdings auch beim SV Waldhof aus &#8211; immerhin war die Eintracht bereits im vergangenen Jahr zum Pokal-Auftakt an einem vermeintlich kleinen Gegner gescheitert (1:2 beim SSV Ulm).<\/p>\n<p>Von Beginn an war nicht zu \u00fcbersehen, dass sich die Hausherren einiges vorgenommen hatten. Die Trares-Elf suchte gegen den Bundesligisten ohne Umwege das Heil in der Offensive und lief den Gegner bei Ballbesitz fr\u00fch an. Die G\u00e4ste wirkten \u00fcberrascht &#8211; und Sulejmani brachte das Carl Benz-Stadion schon fr\u00fch zum kochen. Aus linker Position pr\u00fcfte Korte zun\u00e4chst Frankfurt-Keeper Trapp, welcher die Kugel zur Seite abwehrte. Dort stand Deville und spielte \u00fcberlegt auf den freistehenden Sulejmani. Der Angreifer brauchte nur noch einzuschieben (3.). Eine zu erwartende Reaktion der Eintracht blieb aus. Vielmehr war es weiterhin der SVW, der das Geschehen klar bestimmte und immer wieder druckvoll den Weg in Richtung G\u00e4ste-Tor suchte. Gerade Valmir Sulejmani wirkte wie aufgedreht. Keine zehn Minuten waren gespielt, als der Offensivmann in der Eintracht-H\u00e4lfte erneut an den Ball kam, SGE-Verteidiger Hinteregger stehen lie\u00df und flach zum 2:0 vollendete (10.). Das ausverkaufte Stadion stand nun v\u00f6llig Kopf, die Sensation war greifbar.<\/p>\n<p>Erst in der Folge fand die SGE langsam in die Partie, wirklich gef\u00e4hrlich wurde es allerdings nicht. So waren die Waldhof-Akteure gerade im Mittelfeld deutlich pr\u00e4senter und hielten sich nicht mit langen Passstafetten auf. Dorian Diring nutzte einen der \u00fcberfallartigen Konter und drang in den Eintracht Strafraum ein. Um ein Haar w\u00e4re der Wahnsinn perfekt gewesen &#8211; doch der Abschluss des Fl\u00fcgelspielers strich knapp am rechten Pfosten vorbei (20.). Frankfurt war somit weiter im Spiel und lie\u00df wenig sp\u00e4ter die Effizienz eines Bundesligisten aufblitzen. \u00dcber Umwege kam der Ball im Strafraum zu Kamada, der Offensivmann zog direkt ab und stellte mit der ersten M\u00f6glichkeit den Anschluss her (21.). Der Waldhof zeigte sich weitestgehend unbeeindruckt. Zwar konnte Frankfurt nun h\u00f6here Ballbesitzwerte verzeichnen, gegen das Defensivbollwerk der Mannheimer gab es jedoch kaum ein Durchkommen. Bis kurz vor der Halbzeitpause \u00e4nderte sich daran nichts. Dann kam Filip Kostic gut 20 Meter vor dem SVW-Geh\u00e4use an die Kugel &#8211; und zimmerte den Ball ansatzlos zum \u00e4u\u00dferst schmeichelhaften Ausgleich in das untere rechte Eck (45.).<\/p>\n<h3>Acht Tore in Mannheim: SGE hat das letzte Wort<\/h3>\n<p>Nach Wiederanpfiff gelang es den G\u00e4sten erstmals, ihrer Favoritenrolle wirklich gerecht zu werden. Die H\u00fctter-Elf lie\u00df den Ball durch die eigenen Reihen laufen, der SVW kam deutlich schwerer in die Zweik\u00e4mpfe. Ein erstes Zeichen setzte auf Frankfurter Seite Kostic, der \u00fcber links in den Strafraum eindrang und auf Joveljic quer legte. SVW-Schlussmann Scholz griff sich die Kugel im Nachfassen (51.). Die Eintracht blieb dran: Kohr versuchte es kraftvoll aus der Distanz, den abgef\u00e4lschten Schuss lenkte Scholz gekonnt \u00fcber den Querbalken (56.). Das Spielgeschehen entsprach nun mehr und mehr dem erwarteten Bild, Mannheim verteidigte allerdings mit viel Einsatz und wirkte auch in dieser Phase keinesfalls chancenlos. Das laufintensive Spiel der Gastgeber forderte dann erstmals Tribut: Ferati ersetzte den v\u00f6llig ersch\u00f6pften Korte und \u00fcbernahm die Zehnerposition (63.).\u00a0Auch der frische Mann konnte jedoch erst einmal nicht f\u00fcr die dringend ben\u00f6tigte Entlastung sorgen: Die Mannheimer befanden sich nur noch im R\u00fcckw\u00e4rtsgang, Frankfurt dr\u00e4ngte immer st\u00e4rker auf das Tor.<\/p>\n<p>In der 65. Spielminute war es dann fast soweit: Erst scheiterte Paciencia, dann Hinteregger per Kopf am gl\u00e4nzend aufgelegten Scholz. Daraufhin zog Cheftrainer Trares die zweite Option: Doppel-Torsch\u00fctze Sulejmani ging f\u00fcr Koffi vom Platz (67.). Der Wechsel zeigte umgehend Wirkung. Nur eine Minute nach seiner Einwechslung strich ein Abschluss des neuen Angreifers nur knapp \u00fcber das linke Lattenkreuz (68.), anschlie\u00dfend verpasste er eine Deville-Hereingabe um haaresbreite (70.). Pl\u00f6tzlich war der Waldhof wieder voll im Spiel. Und dann geschah das, womit nach dem Verlauf der zweiten Halbzeit wohl kaum noch jemand gerechnet hatte. Frankfurts Kostic verlor in der Zentrale einen Zweikampf und die Kugel kam zu Marx. Der rechte Au\u00dfenverteidiger drosch das Leder aus 25 Metern Torentfernung in das lange Eck (73.). Das Stadion stand erneut Kopf, der Jubel war grenzenlos &#8211; und mitten in die Euphorie hinein glich die SGE zum wiederholten Male aus. Durm flankte von der rechten Seite, in der Mitte schob der freistehende Rebic den abgef\u00e4lschten Ball ein (76.).<\/p>\n<p>Der erneute R\u00fcckschlag war einer zu viel f\u00fcr die Gastgeber. Die Frankfurter spielten ihre Klasse nun aus und schn\u00fcrten den SVW am eigenen Strafraum ein. So vergingen nach dem Ausgleich nur wenige Minuten, ehe die Hessen erstmals in F\u00fchrung gingen. Am Ende eines gelungenen Spielzugs legte Kohr ab, Rebic verwertete Vorlage zum 4:3 aus Sicht der Eintracht (82.). Die wacker k\u00e4mpfenden Mannheimer konnten nicht mehr nachziehen, vielmehr machte Rebic sechs Zeigerumdrehungen sp\u00e4ter den Hattrick perfekt und den Deckel drauf. So stand am Ende eines an Wahnsinn grenzenden Pokalspiels eine bittere Pleite f\u00fcr den Drittligisten &#8211; ein Weiterkommen w\u00e4re angesichts einer \u00fcberragenden ersten H\u00e4lfte durchaus verdient gewesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Sonntagnachmittag feierte Waldhof Mannheim mit der Partie gegen Eintracht Frankfurt die R\u00fcckkehr in den DFB-Pokal. In einem denkw\u00fcrdigen Spiel setzte sich der Bundesligist mit 5:3 durch. 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