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Mäßiger Saisonstart: H96 "ein bisschen unter die Räder gekommen"

Mit fünf Punkten aus fünf Spielen ist Hannover 96 bislang mäßig in die Saison gestartet. Nur ein dreifacher Punktgewinn steht für das Team von Trainer Mirko Slomka zu Buche, der bei der 0:3-Niederlage gegen den Hamburger SB einen "absolut verdienten Sieg" gesehen habe – für den Gegner natürlich.

"Haben uns Grenzen aufgezeigt"

"Wir sind heute gegen eine sehr starke Mannschaft ein bisschen unter die Räder gekommen", hieß es von H96-Trainer Mirko Slomka in einer relativ harmlos formulierten Analyse zur 0:3-Niederlage beim Hamburger SV. Und immerhin attestierte HSV-Coach Dieter Hecking den Hannoverandern auch, dass sie es den Hamburgern in den Anfangsminuten schwierig gemacht hätten. Dann sei der HSV jedoch ins Rollen gekommen, für Slomka ein klares Signal: "Robustheit und Tempo hat uns der HSV heute vorgemacht. Sie haben uns heute unsere Grenzen aufgezeigt. Ein absolut verdienter Sieg."

Einen einzigen Sieg gegen den Tabellenletzten aus Wiesbaden konnte Hannover 96 seit dem Abstieg in der Liga verzeichnen, nach einem kompletten Personallumbruch im Sommer haben sich die Niedersachsen offenbar noch nicht gefunden. Die Niederlage in Hamburg war allerdings die erste deutlichere Pleite, die auch anders hätte ausgehen können: Beim Stand von 0:2 hatten Edgar Prib und Marvin Ducksch den Anschlusstreffer auf dem Fuß, die Schlussphase wäre dann noch einmal spannend geworden.

Routiniers versprechen Besserung

So kam es allerdings nicht, was für Mittelfeldmotor Prib auch eine Mentalitätsfrage ist: "Uns fehlt noch die Überzeugung, die es braucht, um jeden Gegner in dieser Liga schlagen zu können." Der 29-Jährige wurde bereits einmal Zweitligameister, das war in der Spielzeit 2011/12 mit der SpVgg Greuther Fürth. Entsprechend weiß der Mittelfeldspieler, worauf es ankommt: "Wir müssen auf den Platz gehen und sagen: Heute geht für diesen Gegner nichts! Da müssen wir hinkommen."

Dem stimmte auch H96-Kapitän Marvin Bakalorz zu. "Wir haben uns total viel vorgenommen. Mit einem Sieg in Hamburg hätten wir viel auslösen können. Das haben wir nicht geschafft", zeigte sich der ebenfalls 29-Jährige enttäuscht von dem Ergebnis an der Elbe. Doch für den Führungsspieler ist die Niederlage kein Beinbruch: "Wir müssen jetzt aber auch die Kirche im Dorf lassen. Es ist noch sehr früh in der Saison, man sollte uns nicht abschreiben." Bakalorz warnt dennoch davor, dass man "künftig vieles besser machen" könne – das ist wohl angesichts von nur einem Punkt pro Spiel bislang wohl durchaus wahr.