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Meyer fordert Mut: "Entweder Fehlervermeidung oder dicke Eier"

© imago images / Beautiful Sports

Seit sechs Spielen warten die niedersächsischen Löwen auf einen Sieg und ausgerechnet jetzt kommt der Hamburger SV ins Braunschweiger Eintracht-Stadion. Cheftrainer Daniel Meyer zeigt sich positiv gestimmt, dass sie einem vermeintlich großen Gegner wieder einmal das Leben schwierig gestalten können – zumal sich die BTSV-Abwehr stabilisiert hat. Nun werden klarere Aktionen nach vorne gefordert.

"Haben eine Entwicklung gezeigt"

Die Zweitliga-Hinrunde will Eintracht Braunschweig nicht auf einem Abstiegsplatz beenden, dafür muss gegen den Hamburger SV bestenfalls ein Sieg her. Gegen den Tabellenführer wird das naturgemäß keine einfache Angelegenheit, doch Cheftrainer Daniel Meyer wusste in der Presskonferenz vor der Partie: "Uns ist es schon ein paar Mal gelungen, gegen große Namen gut zu spielen." Im DFB-Pokal wurde Hertha geschlagen und Dortmund erlebte in Braunschweig nicht sein bestes Spiel. Auch Spitzenteams wie Düsseldorf und Bochum taten sich gegen den BTSV nicht leicht.

"Wir haben im defensiven Bereich eine Entwicklung gezeigt", betonte Meyer mit Hinblick auf zwei torlose Unentschieden, die hinter den Braunschweigern liegen. Eines davon gegen besagte Fortuna, eines gegen Würzburg in doppelter Unterzahl. "Gegen Düsseldorf war das nicht selbstverständlich, man muss aber sagen, dass wir das 0:0 in Würzburg ergebnistechnisch mitnehmen können", lobte der Cheftrainer sein Team für das Ergebnis – aber mit dessen Leistung war er im Abstiegsgipfel – unabhängig von den Platzverweisen – nicht zufrieden: "Das geht so nicht und ist indiskutabel." Nervosität und Harmlosigkeit musste sich der BTSV vorwerfen lassen, das soll nicht mehr passieren. "Meiner Meinung war das Kopfsache", so Meyer angesichts des Drucks, der auf Braunschweig lastete.

Diakhite und Kaufmann im Fokus

Gegen Hamburg startet der BTSV als Außenseiter, das könnte die Nerven befreien. "Wir schießen zu wenig aufs Tor und haben zu wenig klare Aktionen", forderte Meyer eien ausgeglichenere Balance zwischen Angriff und Abwehr – auch gegen den HSV. Ein Auswärtsspiel bei Erzgebirge Aue zeigte, dass die Eintracht mit 14 Torschüssen im Spiel durchaus zu offensiveren Aktionen fähig ist. Deswegen schwor Meyer seine Mannschaft ein: "Wir können das, wir haben das gezeigt. Du gehst entweder auf den Platz und betreibst Fehlervermeidung oder du hast dicke Eier. Und nur das ist der Weg."

Dennoch wird die Abwehr wieder im Fokus des Cheftrainers sein, denn mit Dominik Wydra fehlt ein Innenverteidiger wegen seines Platzverweises. Die Hoffnungen ruhen auf einem Neuzugang: "Wir haben mit Oumar Diakhite einen Innenverteidiger verpflichtet, den wir defensiv einbauen wollen. Durch die Sperre ist die Situation etwas früher da, in der englischen Woche wäre es aber so oder so dazu gekommen." Für die Position des Rechtsverteidigers gibt es diese Alternative allerdings nicht, dort ist der BTSV chronisch unterbesetzt aufgrund der Verletzungsmisere. "Fabio Kaufmann stellt sich dort zur Verfügung", kündigte Meyer an, obwohl er den vierfachen Torschützen im Angriff gebrauchen könnte.