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Meyer stellt sich vor: "Braunschweig gehört mindestens in die 2. Liga"

© imago images / Hübner

Mit Daniel Meyer hat Eintracht Braunschweig am Freitag den künftigen Cheftrainer vorgestellt. Rund eine Woche nach dem Vertragsablauf von Marco Antwerpen stellt sich damit der neue starke Mann an der Seitenlinie des Zweitliga-Aufsteigers vor. Gemeinsam mit der Sportlichen Leitung will Meyer nun eine Philosophie entwickeln, die zur Tradition des Vereins passt. Denn der gehört mindestens in die 2. Bundesliga.

Meyer gefällt die Emotion

Vor zehn Tagen machte Marco Antwerpen mit Eintracht Braunschweig den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt, nun übernimmt Daniel Meyer das Traineramt bei den Niedersachsen. Der ehemalige Coach des FC Erzgebirge freut sich auf die kommende Aufgabe, wie er bei seiner Vorstellung als neuer Übungsleiter kundtat: "Die Eintracht ist ein Traditionsstandort und ein fanbasierter Verein. Für jeden, der für diesen Klub arbeitet, ist es schön wie die Stadt diesen Verein lebt."

Dass der Trainerwechsel bei den Löwen in Anbetrachts von Antwerpens vorherigem Erfolg ein wenig kurios erscheint, stört den 40-Jährigen dabei nicht weiter. "Für mich spielt es überhaupt keine Rolle, wie viele Trainer in welchem Zeitraum hier beschäftigt waren", beließ es Meyer bei einer kurzen Erwähnung, um anschließend den Fokus auf das zu legen, was unter ihm folgen soll: "Für mich ist es interessant, welche Möglichkeiten wir hier haben. Auch die Emotionalität der Fans und des Umfeldes spielt eine besondere Rolle."

"Wollen eine Philosophie entwickeln"

Zwei Jahre nach dem Absturz in die 3. Liga gilt es nun, den Klub wieder in der 2. Bundesliga zu stabilisieren. "Braunschweig gehört mindestens in die 2. Liga – und da sehen wir uns auch. Wir wollen eine rote Linie einziehen und eine Ära prägen", steckt sich Meyer, der schon in Aue für seinen Drang nach Entwicklung bekannt war, hohe Ziele. Dabei hat er auch im Auge, dass nun ein anderer Fußball von der Mannschaft gefordert sein wird: "Die 2. Bundesliga funktioniert komplett anders als die 3. Liga. Wir wollen eine Mannschaft zusammenstellen, die die Philosophie mitgehen kann, die wir in den nächsten Jahren umsetzen wollen."

Deshalb würde man sich nun in Ruhe zusammensetzen, um die Kaderplanung in den kommenden Tagen und Wochen im Detail zu besprechen. Weil die Saison erst Mitte September starten wird, hat Meyer auch keine Eile – im Fokus steht die langfristige Struktur des Kaders: "Wir wollen eine Philosophie entwickeln."