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"Müssen und können vorlegen": BTSV vor Abstiegskracher in Osnabrück

© IMAGO / Hübner

BTSV-Cheftrainer Daniel Meyer ist zurück und will im Abstiegskracher beim VfL Osnabrück vorlegen. Die Konkurrenz der Braunschweiger schläft nicht, muss sich aber in Geduld üben. Derweil verbessert sich auch die Personallage bei den niedersächsischen Löwen enorm.

"Können den Druck erhöhen"

"Wir sind leider alle nicht symptomfrei durchgekommen sind. Wir sind aber guter Hoffnung, dass wir das Schlimmste überstanden haben", berichtete der Braunschweiger Coach von seiner Zeit in der häuslichen Quarantäne, die beim BTSV nur den Cheftrainer und zwei weitere Spieler betraf. Das Team konnte unterdessen in Hamburg antreten – kassierte aber eine 0:2-Pleite gegen St. Pauli. Meyer verwies darauf, dass das beste Rückrundenteams schwierig zu schlagen war: "Auch in Bestbesetzung hätten wir es extrem schwer gehabt dort etwas Zählbares mitzunehmen."

Nun sollen die Punkte gegen Osnabrück her, die ihrerseits einen Negativlauf nach langer Zeit beenden konnten. Meyer ordnete die Wichtigkeit des Abstiegsduell zwischen der drei gefährdeten Tabellennachbarn ein. "Durch die Quarantäne von Sandhausen sind wir in der Situation, dass wir vorlegen müssen und können. Dadurch können wir den Druck erhöhen", bezog sich der BTSV-Coach auf die Konstellation, dass Braunschweig jetzt zwischen den Fronten auf dem Abstiegs-Relegationsrang steht. Mit einem Sieg könnten sie eben nicht nur den VfL herunterdrücken, sondern auch den SVS distanzieren. Der Druck soll bei den Gegnern liegen.

Kobylanski und Abdullahi zurück

Zumal ein Sieg auch deshalb wichtig wäre, weil Osnabrück seinerseits ein "Nachholspiel als Faustpfand in der Hinterhand" hält. Die Ansage des Cheftrainers wurde daher mehr als deutlich: "Wenn wir gewinnen, können wir unsere Ausgangsposition deutlich verbessern. Wir wollen unser Schicksal in unsere Hände nehmen und drei Punkte in Osnabrück holen." Doch auch an der Bremer Brücke wird dem 41-Jährigen nicht jeder Spieler für eine mögliche Bestbesetzung zur Verfügung stehen – doch die Optionen werden besser.

Einzig Jannis Nikolaou wird aufgrund der Nachwirkungen des Coronavirus fehlen – Fabio Kaufmann dagegen kommt am Samstag aus der Quarantäne zurück und "wird beim Abschlusstraining dabei sein". Auch Suleiman Abdullahi und Martin Kobylanski könnten wieder auf den Rasen zurückkehren. "Für mich sind beide Alternativen. Ich traue Beiden einen Startelfeinsatz in Osnabrück zu", betonte Meyer zuversichtlich, dass die beiden Langzeitverletzten die Offensive beleben könnten. Definitiv werden auch Danilo Wiebe und Brian Behrendt nach ihren jeweiligen Gelbsperren zurück sein. Am Sonntag (13:30 Uhr) wird es daher nur eine Devise in Osnabrück geben: "Wir müssen eine hohe Schlagzahl an den Tag legen."