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"Mussten eine Menge umstellen": St. Pauli lässt BTSV keine Zeit

© IMAGO / Hübner

Gebeutelt von verschiedenen Faktoren musste Eintracht Braunschweig am Montagabend mit einem veränderten Gesicht auftreten, was vom FC St. Pauli ordentlich durcheinander gewirbelt wurde. Bereits nach 15 Spielminuten war die Partie zugunsten der Hamburger entschieden, was der BTSV jedoch nicht auf die Turbulenzen der vergangenen Woche schieben wollte. Am Ende war es schlichtweg eine verdiente Niederlage.

"Brauchst ein paar Minuten"

Zuerst fegte Omar Marmoush (7.), dann Daniel-Kofi Kyereh (14.) über Eintracht Braunschweig hinweg – das 0:2-Endergebnis aus niedersächsischer Sicht war früh in Stein gemeißelt. "Man muss schon sagen, dass das heute eine verdiente Niederlage gewesen ist", redete Mittelfeldspieler Dominik Wydra nicht darum herum, dass der BTSV an diesem Abend unter die Räder kam. St. Pauli nutzte die ersten Chancen und ließ den Braunschweig danach auch nicht mehr ins Spiel kommen. Ohne Cheftrainer Daniel Meyer, der die Partie aufgrund seiner häuslichen Quarantäne nicht an der Seitenlinie verfolgen konnte, fehlten dem BTSV die Mittel – zumal die Löwen zur Umstellung gezwungen war.

Fünf Spiele in Folge punkteten die Braunschweiger im 4-2-3-1-System, am Montag stellten sie auf Dreierkette um. "Insgesamt mussten wir schon vorher aufgrund von Verletzungen, Corona und Sperren eine Menge umstellen", begründete Thomas Stickroth als Ersatzcoach, warum er gleich fünf Wechsel in der Startaufstellung vornahm. Die Hamburger nutzten diese Möglichkeit eiskalt aus, wie Wydra fand: "Normalerweise brauchst du am Anfang immer ein paar Minuten, um ins System zu finden. Die Zeit hatten wir heute allerdings nicht. St. Pauli hat von der ersten Sekunde an Druck gemacht und am Ende ist einfach vieles zusammengekommen." So auch die 13. Saison-Niederlage für den BTSV, der die Eintracht wieder auf den Abstiegs-Relegationsrang drückt.

Duell mit Osnabrück

"Wenn wir bei dem Spielstand den Anschluss erzielen, dann sind wir wieder voll im Spiel drin. Das ist uns leider nicht gelungen", ärgerte sich BTSV-Stürmer Nick Proschwitz darüber, dass die Löwen trotz frühem Rückstand nicht mehr in die Partie zurückfanden. Weil die Konkurrenz aus Osnabrück und Sandhausen am Wochenende punktete, wird die Ausgangslage für die Niedersachsen nicht einfacher. Zumal das direkte Duell an der Bremer Brücke bevorsteht. "Jetzt müssen wir weitermachen, nach vorne schauen und die nächsten Wochen Punkte sammeln", blickte Proschwitz voraus. Insgesamt muss sich der BTSV nicht verstecken: In der Rückrunde sammelten die Löwen bereits zwölf Zähler. Angesichts von 14 Punkten aus der gesamten Hinrunde ist die Elf von Daniel Meyer damit auf einem guten Weg – nur die Altlasten wiegen schwer.