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Nach historischem Fehlstart: Arminia trennt sich von Uli Forte

IMAGO / foto2press

Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld hat nach dem historischen Fehlstart die Reißleine gezogen und sich mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Uli Forte getrennt – das gaben die Ostwestfalen am Mittwoch bekannt. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Arabi: "Benötigen einen Turnaround"

Vier Spiele, vier Niederlagen, erst zwei Tore und der vorletzte Tabellenplatz: Nie zuvor ist Arminia Bielefeld so schwach in eine Zweitliga-Saison gestartet. Dass Uli Forte nochmal die Wende einleiten würde, daran glaubten die Verantwortlichen nach der 0:2-Niederlage gegen den Hamburger SV am vergangenen Samstag nicht mehr – und stellten den Italiener nach einer "vollumfänglichen Analyse" zur "aktuellen sportlichen Situation" mit sofortiger Wirkung frei. Es ist die erste Trainer-Entlassung der laufenden Zweitliga-Saison.

"Wir benötigen einen Turnaround, und deswegen müssen wir nach unserer Auffassung handeln", erklärt Sport-Geschäftsführer Samir Arabi, der Forte am Mittwochmorgen über die Freistellung informierte, nachdem er zuletzt bereits ein Bekenntnis vermieden hatte. "Uns fehlte unter Berücksichtigung aller Eindrücke und Gespräche die Überzeugung, in der bestehenden Konstellation erfolgreich sein zu können. Wir haben eine Gesamtverantwortung für den DSC Arminia."

"Freistellung tut weh"

Forte war erst vor der Saison vom Schweizer Zweitligisten Schweizer Zweitligisten Yverdon Sport als Nachfolger von Interimscoach Marco Kostmann verpflichtet worden, fuhr aber nur im DFB-Pokal einen Sieg ein (7:1 gegen Fünftligist FV Engers 07). Nun ist er nach nur fünf Pflichtspielen schon wieder Geschichte.

Eine Entscheidung, die der Italiener bedauert: "Natürlich bin ich enttäuscht, weil ich daran geglaubt habe, mit Arminia Bielefeld erfolgreich zu sein. Auch wenn es nur einige Wochen waren, war es eine intensive Zeit. Ich hätte mir zugetraut, mit allen gemeinsam die Wende zu schaffen und nach diesem Saisonstart in die Spur zu finden." Die Freistellung "tut weh", aber als langjähriger Cheftrainer müsse er damit professionell umgehen. "Ich wünsche dem Club und allen, die mit Arminia fiebern, nur das Beste in den kommenden Wochen und Monaten."

Nachfolger noch offen

Wer künftig auf der Bank sitzen wird, ist noch offen. Über die Verpflichtung eines neuen Cheftrainers wollen die Ostwestfalen aber "zeitnah" informieren, wie es einer Pressemitteilung heißt. Als mögliche Kandidaten werden unter anderem Guerino Capretti (zuletzt Dresden und Verl), Jan Zimmermann (zuletzt Hannover 96) und Ex-Co-Trainer Carsten Rump (SV Rödinghausen) gehandelt. Zunächst übernehmen die Co-Trainer Michael Henke, Kai Hesse und Sebastian Hille das Training der Mannschaft. Am Sonntag gastiert der DSC beim 1. FC Heidenheim.