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Naht der Behrens-Abschied? Was FCN-Sportvorstand Hecking dazu sagt

© imago images / Zink

Im Sommer 2015 wechselte Hanno Behrens überraschend vom SV Darmstadt 98 zum 1. FC Nürnberg, obwohl die Lilien gerade in die Bundesliga aufgestiegen waren. Dorthin brachte der defensive Mittelfeldspieler aber kurz darauf auch den Club mit seiner Leistung – doch in dieser Saison ist eben diese augescheinlich nicht mehr gefragt. Nun reagierte Sportvorstand Dieter Hecking auf die Gedanken eines vorzeitigen Abschieds des Ex-Kapitäns.

"Keine Ambitionen, ihn abzugeben"

189 Pflichtspiele hat Hanno Behrens für den 1. FC Nürnberg absolviert und seine Mannschaft ein ums andere Mal als verlängerter Arm des Trainers auf den Platz geführt. In dieser Saison stehen neun Kurzeinsätze mit insgesamt 132 Spielminuten im Arbeitsnachweis des 30-Jährigen, dessen Vertrag im Sommer ausläuft. Schon jetzt spielt Behrens mit den Gedanken, den Verein vorzeitig im Winter zu verlassen. "Natürlich kann ich verstehen, wenn Hanno mit seiner derzeitigen sportlichen Situation nicht zufrieden ist", zeigt sich FCN-Sportvorstand Dieter Hecking gegenüber der "Bild" verständnisvoll für den verdienten Mittelfeldspieler. Gleichzeitig machte der Ex-Coach auch klar: "Wir haben aber keine Ambitionen, ihn derzeit abzugeben."

Behrens dürfe jederzeit das Gespräch mit dem 56-Jährigen suchen, sollten sich die Abschiedsgedanken manifestieren. Bislang soll der Mittelfeldspieler allerdings noch nicht um eine Auflösung seines Vertrags gebeten haben. Ohnehin müsste vorher eine gemeinsame Lösung gefunden werden, denn trotz seiner geringen Einsatzzeiten ist Behrens fest in der Planung der Nürnberger verankert: "Bei aller Wertschätzung für Hanno müssen wir dann aber auch auf uns achten und sehen, wie wir, sollte der Fall eintreten, einen solchen Weggang mit unserem Kader auffangen können." Vor dieser Spielzeit verlor der FCN bereits Eigengewächs Patrick Erras auf der Position im defensiven Mittelfeld.

Situation kann sich ändern

Gleichzeitig will Hecking auch nicht ausschließen, dass sich die Ausgangslage schnell verändern könnte. "Wir haben erst den 14. Spieltag", verweist der Sportvorstand darauf, dass nicht einmal die Hälfte der Saison offiziell gespielt ist. Gerade in der aktuellen Zeit muss Hecking die sportlichen und finanziellen Möglichkeiten gegeneinander abwägen. Deswegen wäre dem Sportvorstand wohl am liebsten, wenn Behrens "das Gespräch erst gar nicht sucht, weil er uns dann auch in der Rückrunde zur Verfügung stehen würde."

Dennoch ließ Behrens unlängst verlauten, dass sich sein Berater auf dem Transfermarkt umschaut. Anfragen aus Deutschland und den Vereinigten Staaten sollen bereits eingegangen sein – und ein kategorisches Wechselverbot sprach Hecking in seiner Stellungnahme nicht aus. Nach aktuellem Stand könnte es aber auch erst im Sommer zu einem emotionalen Abschied kommen.