• Facebook
  • Twitter

0:3-Niederlage gegen Regensburg: Braunschweigs erfolgloses Déjà-vu

imago images / Sascha Janne

Beim Auswärtsspiel in Regensburg setzte es am Freitag mit einem 0:3 aus Braunschweiger Sicht eine herbe Niederlage für die Eintracht. Vor allem der erneute Platzverweis war in der Fehleranalyse nach dem Spiel ein entscheidendes Momentum.

Gute erste Hälfte ohne jeden Ertrag

Groß war die Freude am letzten Wochenende. Früh hatte Eintracht Braunschweig gegen den VfL Bochum mit 0:1 zurückgelegen. Trotz Unterzahl wurde es geschafft, diesen schlussendlich in einen 2:1-Sieg umzubiegen. Gegen Jahn Regensburg einen Spieltag später schienen sich die Ereignisse wiederholen zu können – allerdings nicht lange. Gegen den Jahn waren es sogar vier Zeigerumdrehungen weniger, als die Eintracht in Rückstand geriet. Vrenezi bekam im Braunschweiger Strafraum lediglich Geleitschutz und konnte ohne große Mühe zur Regensburger Führung schlenzen (5.). "Mir fällt es heute schwer, das Spiel einzuschätzen. Wir gehen erneut früh in Rückstand und bringen uns wieder zu Beginn der Begegnung in Schwierigkeiten", erkennt auch Eintracht-Trainer Daniel Meyer die Duplizität der Ereignisse.

Anschließend kamen die Braunschweiger immer besser in die Partie, "haben sich gesteigert", wie der Trainer festhielt, und erspielten sich gute Chancen. Die beste vergab Ben Balla jedoch nach feiner Vorarbeit von Proschwitz, der am glänzend reagierenden Jahn-Keeper Meyer scheiterte (23.) – dieselbe Minute, in der in der Vorwoche gegen den VfL Bochum auf 1:1 gestellt werden konnte.

"Das kann nicht die Erwartungshaltung sein"

Das nächste Déjà-vu wartete nur kurz darauf, als sich die Eintracht wieder selbst dezimierte: Nico Klaß sah noch vor der Halbzeit nach zweifachem ungeschickten Einsteigen die Ampelkarte (40.). "Die Gelb-Rote Karte macht es dann für uns ziemlich kompliziert. Das ist ähnlich wie gegen Bochum. Es kann nicht die Erwartungshaltung sein, dass man in Unterzahl Spiele drehen kann", ordnet ein gefrusteter Meyer die Spielsituation ein. Während gegen Bochum das Comeback folgte, ging es gegen Regensburg in der zweiten Hälfte ziemlich den Bach herunter. Regensburg agierte dominant und kam durch Besuchschkow (61.) und nochmals Vrenezi (79.) in Überzahl zu einem komfortablen 3:0-Vorsprung, der auch den Endstand darstellte. Eine in der Höhe "bittere Niederlage", konstatierte Meyer.

"Da muss einfach mehr bei rauskommen. Wir müssen kaltschnäuziger sein und die Situation besser zu Ende spielen. Am Ende schwächen wir uns dann selbst und in Unterzahl ist es dann nicht einfach", resümierte auch Mittelfeldmann Felix Kroos den Spielverlauf nach einer eigentlich "dominanten ersten Hälfte". Ein erneutes Déjà-vu soll es am kommenden Wochenende nicht geben: "Wir müssen zusehen, dass wir die Fehler abstellen, weil solche Dinge immer wieder passieren", gibt Meyer klar vor. Den "gebrauchten Abend" gelte es bis zum Spiel in Nürnberg nun "abzuschütteln".