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Nürnberg mit Unentschieden "nicht zufrieden"

© imago images / Poolfoto

Am Ende des Freitagsspiels des 1. FC Nürnberg gegen Erzgebirge Aue stand ein 1:1. Aufgrund leichter spielerischer Überlegenheit des FCN ein Umstand, der nicht wirklich zu Zufriedenheit führte.

Chancenverwertung

Am Ende der ersten Halbzeit stand ein 0:0 auf der Anzeigetafel im Max-Morlock-Stadion. Ähnlich wie schon in der Vorwoche gegen den FC St. Pauli waren die Nürnberger die tonangebene Mannschaft, schafften dies allerdings nicht in Zählbares umzuwandeln. "Unsere taktische Marschroute ging sehr gut auf", weiß auch FCN-Cheftrainer Jens Keller. Kurz vor der Pause ergab sich die Chance für Kapitän Hanno Behrens, seine Mannschaft in Führung zu bringen, doch der Mittelfeldmann vergab aus acht Metern (35.). "Meine Chance muss ich natürlich verwerten", gibt auch Behrens selbst zu. Eine Meinung, die sein Trainer ebenfalls teilt und darauf verweist, dass gegen "einen so tiefstehenden Gegner" nicht "viele solcher Chancen" erspielt werden können.

Gegentor aus dem Nichts

Nach der Pause dann der Schock: Aue-Stürmer Nazarov trifft etwas überraschend zur Führung der Gäste (51.). "Momentan will der Ball einfach nicht rein. Dann kriegen wir wieder einen Konter und das Tor", erkennt auch Ersatz-Keeper Felix Dornebusch, der den gesperrten Stammtorhüter Mathenia ersetzte, die Parallelen zum vergangenen Auftritt. Ein Gegentor, was auch den Trainer entzürnte: "In unserer Situation dürfen wir uns solche Dinge nicht leisten". Infolgedessen kommt der Club zwar noch durch ein Eigentor von Gonther zum Ausgleich (63.), doch ein dringend benötigter Dreier wollte nicht mehr gelingen – obwohl Nürnberg hätte "gewinnen müssen", gibt Behrens resümierend an. Auch Keller ist mit der Punkteteilung "nicht zufrieden".

"Ernste Situation"

Zwei weitere Punkte hätten derweil für mehr Ruhe in Nürnberg sorgen und den Abstand zu den Abstiegsrängen vergrößern können. So trennen der FCN als 14. lediglich zwei Punkte vom Relegationsplatz, den Wehen Wiesbaden momentan innehat. Ein Umstand, dem sich jeder bewusst zu sein scheint. "Wir sind in einer ernsten Situation, das weiß jeder. Wir müssen schnell Punkte holen. Die Leistungen sind in Ordnung, aber es fehlen die Punkte", mahnt Behrens. Doch Verzagen hilft den Nürnbergern nicht, auch wenn die Erkenntnis bleibt, dass das Unentschieden "bitter", so Behrens, sei. Am kommenden Dienstag wartet Jahn Regensburg in der englischen Woche. Eine neue Möglichkeit, durch bessere Chancenverwertung und konzentriertere Abwehrarbeit bei Kontern für mehr Zufriedenheit zu sorgen.