• Facebook
  • Twitter

Nürnberger Nullnummer "tut uns weh“

© imago images / Zink

Der 1. FC Nürnberg tritt im Kampf um den Klassenerhalt auf der Stelle. Das 0:0 gegen den VfL Bochum war für die Franken weder Fisch noch Fleisch, denn trotz des dritten Remis in Folge befindet sich der "Club“ angesichts von nunmehr schon fünf Spielen ohne Sieg in Folge weiterhin in bedrohlicher Nähe zu den Abstiegsplätzen.

Mathenia: "Habe das Tor herbeigesehnt“

Entsprechend konnte sich FCN-Torhüter Christian Mathenia auch kaum über den Zähler gegen die inzwischen sieben Runden ungeschlagenen Westfalen freuen. "Ich habe das Tor herbeigesehnt. Das Unentschieden geht am Ende in Ordnung, tut uns aber weh“, bilanzierte der 28-Jährige nach dem Schlusspfiff auf Nürnbergs Homepage.

Tatsächlich kann sich der frühere Rekordmeister anders als Bochum unverändert keine Atempause im Abstiegskampf verschaffen und nicht womöglich schon entscheidend von der Gefahrenzone absetzen. Im schlechtesten Fall droht bereits am nächsten Spieltag bei Tabellenführer Arminia Bielefeld (Samstag) neben einer Niederlage auch noch der Sturz zumindest auf den Abstiegsrelegationsplatz.

Mathenia machte denn auch aus dem nochmals gewachsenen Druck kein Hehl. "Wir wissen um die Situation und dass wir eine Verantwortung gegenüber der Region und unseren tollen Fans haben. Für uns geht es einfach darum, den Verein in der Liga zu halten“, konstatierte der Schlussmann.

Defensivleistung als Silberstreif

Für einen kleinen Silberstreif sorgte trotz der unerfüllten Sehnsucht nach dem ersten Erfolgserlebnis seit dem Re-Start immerhin die überzeugende Leistung in der Verteidigung. Denn wenigstens blieb die schwächste Zweitliga-Abwehr (49 Gegentore) Defensive einmal wieder ohne Gegentreffer und verdiente sich damit ein Lob von Trainer Jens Keller: "Wichtig war, dass wir hinten stabil standen. Mit der Defensivleistung bin ich zufrieden“, sagte der Coach.

Weniger zufrieden war Keller mit dem Offensivspiel seiner Mannschaft. Der 49-Jährige vermisste den 100-prozentigen Willen zum entscheidenden Treffer. "Wir haben das Tor nicht erzwungen, das müssen wir uns ankreiden lassen. Mit der letzten Entschlossenheit hätte man das ein oder andere noch konsequenter ausspielen müssen", monierte Keller die Mängel.

Stürmer Robin Hack hingegen beklagte mit Blick auf seinen Lattentreffer sechs Minuten vor dem Spielende fehlendes Glück. "Es ist ärgerlich, dass wir uns nicht belohnen. Wenn mal ein Ball reingeht, geht vieles auch leichter“, haderte Nürnbergs seit Anfang Februar torloser Topscorer (sieben Saisontreffer).

Schon für die Reise zur Bielefelder Alm hat sich der 21-Jährige allerdings viel vorgenommen: "Wir geben nicht auf. Beim nächsten Mal müssen wir die Tore machen und so ein Spiel dann auch mal nach Hause fahren.“