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Offenbar Rassismus-Vorfälle bei Spiel zwischen HSV und Düsseldorf

IMAGO / Eibner

Beim Duell zwischen dem Hamburger SV und Fortuna Düsseldorf (1:1) ist es am Samstagabend offenbar zu Rassismus-Vorfällen gekommen.

"Spieler beider Mannschaften rassistisch beleidigt"

Wie der HSV in einer Stellungnahme via Twitter erklärt, hätten den Klub "mehrere Nachrichten erreicht", wonach "Spieler beider Mannschaften rassistisch beleidigt worden sein sollen". Einer der Betroffenen war wohl Düsseldorfs Khaled Narey. Bei "Instagram" schrieb der Ex-Hamburger: "Allen 'Fans', die mich während des Spiels rassistisch beleidigt und mit Bier beworfen haben, wünsche ich vom Herzen eine gute Besserung!" Welche Äußerungen gefallen sind, ist bislang nicht bekannt. Der HSV hält fest: "So sehr wir uns über die Rückkehr vieler Fans und die tolle Atmosphäre im Volksparkstadion gefreut haben, so enttäuscht und wütend machen uns solche inakzeptablen Vorkommnisse."

Rassismus habe sowohl im Volksparkstadion, aber auch in der Gesellschaft keinen Platz, heißt es in dem Statement. "Nicht nur verbale Entgleisungen, sondern auch die Würfe von Gegenständen in Richtung handelnder Akteure akzeptieren wir nicht." Zur Erklärung: Schiedsrichter-Assistent Richard Hempel war von einem Kugelschreiber am Kopf getroffen worden.

F95 verurteilt Beleidigungen "auf das Schärfste"

"Wir stellen uns hinter die betroffenen Spieler und werden alles uns Mögliche unternehmen, um die Vorfälle aufzuklären und zu ahnden", kündigt der Klub an und stellt "unmissverständlich" klar: "So ein Fehlverhalten Einzelner steht nicht für die Werte unseres HSV." Den Rothosen droht nun eine Geldstrafe.

Auch die Fortuna meldete sich am Sonntagnachmittag zu Wort und verurteilte die rassistischen Beleidigungen "auf das Schärfste" und stellte sich "hinter die Spieler". Rassismus sei zu keinem Zeitpunkt und an keinem Ort zu tolerieren. Daher hofft die Fortuna, "dass es dem HSV gelingt, die Vorfälle schnellstmöglich aufzuklären".