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Optimist Kwasniok will Hinrunde vergolden: "Bin brutal stolz"

© IMAGO / Ulrich Hufnagel

Zum Abschluss des Jahres lädt der SC Paderborn zum Heimspiel mit dem 1. FC Heidenheim ein (Samstag, 13:30 Uhr). Im Duell der Tabellennachbarn setzt SCP-Cheftrainer Lukas Kwasniok lieber auf das halbvolle, als auf das halbleere Glas – und will eine phantastische Hinrunde mit einem gelungenen Rückrunden-Auftakt vergolden. Dazu stehen wieder alle Spieler bereit.

Alle Akteure im Training

Er sei grundsätzlich ein optimistischer Mensch, behauptete Lukas Kwasniok in der Pressekonferenz vor dem letzten Spiel des Jahres. Eine Serie von vier Spielen ohne Sieg, die zuletzt mit der 0:1-Niederlage gegen Darmstadt endete, ließ sich der 40-Jährige daher nicht aufdrücken. "Ich bin brutal stolz auf das, was wir hier erreicht haben", schloss Kwasniok daher sein Fazit für die Hinrunde ab – mit 27 Punkten aus 17 Spielen in der Tasche. Jetzt kommen die punktgleichen Heidenheimer, im direkten Vergleich waren die Paderborner gleich 13 Tore besser.

Doch die offensive Qualität gilt es wieder zu finden. "Überlegungen haben wir für die Dynamik im Spiel. Wir waren im letzten Heimspiel zu statisch. Da könnte es zu leichten Veränderungen personeller Natur kommen", kündigte Kwasniok daher an. Zu den Rückkehrern könnte Felix Platte zählen, der – genauso wie die komplette Mannschaft – wieder voll am Mannschaftstraining teilnahm. Auch Marco Stiepermann oder Maximilian Thalhammer könnten wieder in den Kader rutschen, wären aber eher Kandidaten für Kurzeinsätze. "Auf gut deutsch gesagt, habe ich die Arschkarte, weil ich fünf Jungs aus dem Kader streichen muss. Das ist nicht so schön", bedauerte Kwasniok, freute sich aber auch über die Möglichkeiten.

"Diszipliniert ein Spiel abarbeiten"

Mit dem 1. FC Heidenheim erwartet der Übungsleiter zudem eine sehr "deutsche Mannschaft, mit deutschen Eichen". Oder anders gesagt: "Bitte nicht falsch verstehen. Sie haben eine Zweikampfmentalität und können diszipliniert ein Spiel abarbeiten." Das wäre eine der unverwechselbaren Eigenschaften, mit denen die Brenzstädter seit Jahren die Liga bereichern. "Wir haben am 1. Spieltag ein sehr intensives Spiel, einen richtigen Fight in Heidenheim gesehen", blickte Kwasniok zurück – und war sich sicher, dass es ähnlich in der Benteler-Arena werden wird.

Mit einem "tollen Geist und wahnsinnigem Herz" wird der SCP im letzten Spiel des Jahres dagegenhalten. Ohne jedoch die Defensive zu vernachlässigen. "Man muss immer bedenken, dass unsere defensive Stabilität in der gesamten Vorrunde gegeben. Wenn man etwas verändern will, darf man das nicht außer Acht lassen", gab Kwasniok zu Bedenken, dass er das Paderborner System nicht grundsätzlich umkrempeln wird. Eine frühe Führung wäre dagegen wieder einmal das, was den Ostwestfalen möglicherweise etwas mehr Ruhe im Spiel geben würde. "Für mich ist wichtig, dass, wenn man es nicht macht, nicht auseinanderbricht und sich eins fängt", setzte Kwasniok seinen Schwerpunkt dazu. Vor knapp 3.000 Zuschauern wird am Samstag somit das letzte Heimspiel des Kalenderjahres erwartet.