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Paderborn: Bertels will kein Abschiedsspiel

Publikumsliebling Thomas Bertels will beim SC Paderborn nach der stillen Beendigung seiner Profi-Karriere und dem Wechsel ins Nachwuchsleistungszentrum des Klubs kein Abschiedsspiel am Saisonende bekommen. Trotz seiner Ausnahmestellung als einer von nur vier in Paderborn gebliebenen Spieler aus dem Bundesliga-Aufsteigerteam von 2014 hält der Routinier die entsprechenden Überlegungen für eine gebührende Verabschiedung für übertrieben.

„Auf diese Stufe gehöre ich nicht"

Eine solche in Paderborn bislang nur dem inzwischen zum Sportchef aufgestiegenen Markus Krösche zu Teil gewordene Ehre wäre für Bertels des Guten zuviel: „Auf diese Stufe gehöre ich nicht“, sagte der 32-Jährige im Westfalen-Blatt zu dem Vorschlag für einen letzten großen Auftritt auf der Profi-Bühne.

Durch seine bescheidene Haltung kursieren rund um die Benteler-Arena denn auch schon Spekulationen, ob Bertels trotz seines schon vollzogenen Rücktritts im Frühsommer im letzten Saisonheimspiel gegen den Hamburger SV von Trainer Steffen Baumgart – abhängig sicherlich von der sportlichen Situation – noch einmal für ein paar Minuten auf das Feld geschickt werden könnte. Eine Entscheidung darüber dürfte allerdings erst kurz vor dem Saisonhalali fallen.

Zweite Fußball-Karriere als Trainer geplant

Bis dahin hat Bertels auch schon genug zu tun. Nur wenige Tage nach der Auflösung seines Status als Standby-Profi für die Ostwestfalen und der vollständigen Übernahme seiner Aufgaben als Assistenzcoach von Paderborns U19-Bundesligamannschaft steckt der gebürtige Geseker schon wieder voller Pläne. Erklärtermaßen strebt Bertels eine zweite Laufbahn im Fußball als Trainer an.

Zunächst will der einstige Flügelspieler, der sich ausgerechnet in der Bundesliga-Aufstiegssaison eine letztlich für sein vorgezogenes Karriereende ausschlaggebende Achillessehnenverletzung zugezogen hatte, die A-Lizenz erwerben. Für die spätere Zukunft strebt Bertels die Lizenz als geprüfter Fußballlehrer an, richtet sich dabei jedoch auf eine Wartezeit ein: „Es gibt bundesweit jährlich nur 24 Plätze, das werde ich einen langen Atem brauchen.“

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