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Paderborn-Trainer Baumgart nach Punktgewinn zufrieden. Oder doch nicht?

imago images / Norbert Schmidt

Im Nachholspiel am Dienstagabend kam der SC Paderborn durch einen Treffer in der Nachspielzeit noch zu einem 2:2 gegen den 1. FC Heidenheim. Warum Trainer Steffen Baumgart von einem gewonnen Punkt sprach, sich aber trotzdem ärgerte.

Zwei Fehler führen zu Gegentoren  

Was wäre nur möglich gewesen, wenn der SC Paderborn nicht so viele Geschenke an seinen Gegner verteilt hätte? Im ersten Durchgang patzte Schlussmann Leopold Zingerle beim Herauslaufen, Tim Kleindienst erzielte die Führung für die Heidenheimer (13.). In der zweiten Hälfte legte Frederic Ananou einen von Zingerle abgewehrten Ball genau vor die Füße von Christian Kühlwetter, der zum 2:1 für den FCH traf (77.) "Diese beiden Tore sind auf unsere Kappe zu nehmen", sagte Paderborns Trainer Steffen Baumgart zu den Fehlern. "Aber die gehören bei uns dazu, wir werden daraus lernen", meinte der 49-Jährige.

Doch von den zwei Gegentreffern abgesehen, hätte sein Team "ein sehr gutes Spiel gemacht". Man habe es geschafft, einen tiefstehenden Gegner "immer wieder vor Schwierigkeiten zu stellen". Die Belohnung gab es in Form eines Doppelpacks von Dennis Srbeny. Der Angreifer hatte jeweils in der Nachspielzeit beider Halbzeiten getroffen. Mal per Strafstoß, mal aus der Drehung. Mit der Leistung des 26-Jährigen war der Coach freilich zufrieden. Doch gesondert herausheben wollte er den gebürtigen Berliner nicht. "Ich war mit der gesamten Mannschaft zufrieden." Schließlich zeigte die eine gute Moral und steckte auch nach dem zweiten Rückstand nicht zurück.

Seit drei Spielen ungeschlagen

Auch wenn Baumgarts Fazit an sich positiv war, schätzte er ein, dass beide Trainer damit "nicht zufrieden sein" dürften. Denn Heidenheim hatte ganz spät den Sieg aus der Hand gegeben und die Paderborner sich als besseres Team nicht mit drei Punkten belohnt. Eben auch, weil die Defensive zwei Mal den Gegner zu den Toren eingeladen hatte. "Wir hätten gern zwei Punkte mehr gehabt, aber die waren einfach nicht drin", resümierte Baumgart.

Durch das Unentschieden ist der SCP seit drei Partien ungeschlagen, ist sogar seit sechs Heimspielen nicht bezwungen worden. Mit 31 Punkten aus nun 22 Spielen liegen die Ostwestfalen exakt in der Mitte der Tabelle. Zu beiden Relegationsplätzen beträgt die Differenz elf Punkte. Weiter geht es bereits am Freitag mit einem Auswärtsspiel beim SSV Jahn Regensburg.