• Facebook
  • Twitter

Paderborns erster Liga-Sieg seit 267 Tagen: "Stein vom Herzen gefallen"

imago images / Poolfoto

Genau 267 Tage lang musste der SC Paderborn auf einen Sieg in der Liga warten, am Sonntag war es nach dem 1:0 gegen Hannover 96 dann so weit. Entsprechend groß war der Stein, der den Ostwestfalen vom Herzen gefallen ist.

Erster Heimsieg in diesem Jahr

Als Schiedsrichter Manuel Gräfe um 15:24 Uhr abpfiff, war der Jubel unter den 2.258 Fans in der Benteler-Arena groß. Seit dem 2:0 in Freiburg Ende Januar mussten sie auf einen Sieg im Liga-Betrieb warten, der letzte Heimsieg liegt sogar noch länger zurück und datiert vom 22. Dezember 2019 (2:1 gegen Frankfurt). Seitdem holte der SCP aus neun Heimspielen gerade mal einen Punkt. "Wenn man so lange nicht gewonnen hat, ist man natürlich glücklich", war Trainer Steffen Baumgart auf der Pressekonferenz die Freude über den Sieg deutlich anzumerken. Zwar musste der SCP-Coach einräumen, dass die Partie angesichts einer Vielzahl von ungenutzten Chancen auch 2:2 hätte ausgehen können, "ich versuche jetzt aber, den Moment zu genießen. Uns allen ist ein großer Stein vom Herzen gefallen".

Während Dennis Srbeny (46. / 51.), Julian Justvan (49.), Svante Ingelsson (80.), Marco Terrazzino (85.) und Aristote Nkaka (87.) beste Chancen vergaben, war es ausgerechnet Rechtsverteidiger Johannes Dörfler, der nach 26 Minuten mit einem Schlenzer das Tor des Tages erzielte. Startelf-Debüt, Premieren-Tor in der 2. Bundesliga und erster Saisonsieg: Besser hätte der Nachmittag für den 24-Jährigen nicht laufen können. Dabei war Dörfler vor der Saison eigentlich schon aussortiert worden, nachdem er sich im Rahmen eines Leihgeschäft bei Drittligist Zwickau nicht durchsetzen konnte. Doch mit guten Leistungen im Training und in den Testspielen kämpfte er sich zurück und hat nun von der Landesliga an bis zur 2. Bundesliga in allen Spielklassen mindestens einen Treffer erzielt.

Sonderlob für Schallenberg

Ein Sonderlob verdiente sich auch Ron Schallenberg im zentralen Mittelfeld. Als Ersatz für den angeschlagenen Sebastian Vasiliadis (Rückenprobleme) war er mit 12,3 Kilometern der laufstärkste Spieler beim SCP. "Hut ab, was Schallenberg abgeliefert hat", sagte Baumgart. "Mit dem Sieg sind wir jetzt in der Liga angekommen. Das gibt Rückenwind für die nächsten Aufgaben." Am nächsten Sonntag gastiert der SCP beim SV Sandhausen, ehe Jahn Regensburg am 31. Oktober in der Benteler-Arena gastiert. Ob Zuschauer dabei sein können, steht noch nicht fest. Sicher ist dagegen: Bis zum nächsten Heimsieg soll es nicht wieder zehn Monate dauern.