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Pikant für Bielefeld: Höhere TV-Gelder bei Heidenheimer Aufstieg

© imago images / Dünhölter SportPresseFoto

Arminia Bielefeld ist bereits Bundesliga-Aufsteiger und Zweitliga-Meister, aber am Sonntag könnten die Ostwestfalen trotzdem nochmal entscheidend in den Aufstiegskampf eingreifen. Dann ist nämlich Heidenheim zu Gast, die aktuell auf dem dritten Rang stehen – und eine pikante Konstellation für Bielefeld darstellt. Bei einem Heidenheimer Aufstieg winken zwei Millionen Euro.

TV-Gelder spielen eine Rolle

Es ist die Verteilung der Fernsehgelder, die schon jüngst in der Bundesliga für Diskussionsstoff gesorgt haben. Das betrifft jetzt auch Arminia Bielefeld, die als Aufsteiger in die Bundesliga natürlich auch von höheren TV-Geldern profitieren würden. Weil diese Summen aber aufgrund der Platzierungen in den vergangenen fünf Jahren berechnet werden, geraten die Ostwestfalen nun in eine finanzielle Zwickmühle.

Selbst ohne große Rechnerei dürfte nämlich jedem klar sein, dass der Hamburger SV gegenüber dem 1. FC Heidenheim in den letzten Jahren bessere Platzierungen eingefahren hat, spielen die Elbstädter doch gerade mal die zweite Zweitliga-Saison der Vereinsgeschichte. Bei einem Aufstieg würden die Hamburger dementsprechend einen höheren Anteil der Fernsehgelder bekommen – und Bielefeld damit wegschnappen, weil auch die Ostwestfalen natürlich bis zu dieser Saison schlechter platziert waren. Konkret geht es um zwei Millionen Euro.

"Respekt vor dem fairen Wettbewerb"

Diese Konstellation kennt auch Sport-Geschäftsführer Samir Arabi, dessen Bielefelder am Sonntag auf Heidenheim treffen und damit maßgeblichen Anteil auf den Ausgang des Aufstiegskampfes nehmen können. Der 41-Jährige stellte im "Kicker" dabei den sportlichen Aspekt ganz klar über das wirtschaftliche Interesse: "Das gebührt der Respekt vor dem fairen Wettbewerb."

Deswegen wollen die Ostwestfalen auch am Sonntag wieder Gas geben. "Natürlich hätte jeder gerne so viel Geld wie möglich. Aber deswegen werden wir nicht die Fairness außer Acht lassen", predigt auch Cheftrainer Uwe Neuhaus, der das letzte Saisonspiel nicht verlieren will. Daran würde auch das liebe Geld nichts ändern: "Es wäre bedauerlich, wenn uns zwei Millionen entgehen würden. Aber dann ist das eben so."