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"Puzzleteile passen endlich": Meyer optimistisch nach Nürnberg

© IMAGO / Joachim Sielski

Am vergangenen Freitag konnte Eintracht Braunschweig einen wichtigen Sieg gegen Jahn Regensburg erringen, doch die entscheidenden Spiele liegen jetz vor den Niedersachsen. Beim 1. FC Nürnberg erwartet das Team von Cheftrainer Daniel Meyer das erste Kellerduell dieser Tage, was den Coach zu einem Vergleich mit der Wiederauferstehung des FC St. Pauli verleitete. Eine ähnliche Rolle könne auch der BTSV spielen.

Große Rotation bleibt aus

Zuletzt konnte sich Eintracht Braunschweig den 16. Tabellenplatz zurückerobern, der die Niedersachsen am Ende der Saison zur Teilnahme an der Zweitliga-Relegation berechtigen würde. Für die Mannschaft und das Umfeld war dieser Schritt bereits die erste Erleichterung nach Wochen voller Niederlagen. "Wir haben in dieser langen Woche den Vorteil, dass wir das Erfolgserlebnis länger mitnehmen können", blickte Cheftrainer Daniel Meyer auf die Ereignisse seit letztem Freitag in Braunschweig zurück, die dem BTSV eine deutliche Last von den Schultern nahm. Entsprechend war der Coach zufrieden: "Die Stimmung ist besser, das Wetter ist schön und die Trainingsbedingungen waren gut."

Schon am kommenden Sonntag (13:30 Uhr) steht das nächste wegweisende Spiel mit dem 1. FC Nürnberg bevor. Meyer will den Schwung des letzten Sieges mitnehmen. "Wir werden keine Rotationsmaschine anwerfen und wilde Sachen machen. Ein Erfolgserlebnis gibt einem Rückenwind", vertraute der Coach dem langjährigen Motto, niemals ein siegreiches Team zu verändern. Völlig ausschließen wollte er es trotzdem aufgrund der Gegebenheiten nicht: "Es ist eine lange Pause bis Sonntag und wir schauen, wie sich der Zustand bei dem ein oder anderen Spieler entwickelt." Verletzungsbedingt wird nur Niko Kijewski weiterhin ausfallen, hinter weiteren Personalien stehen aber noch Fragezeichen.

"Müssen weiter punkten"

Nach Nürnberg folgt Sandhausen, entsprechend steht dem BTSV eine Zeit mit großem Druck bevor. Daniel Meyer und sein Team fühlen sich gewappnet: "Ich glaube aber, dass wir die Ruhe haben, die aktuelle Lage so anzunehmen und in dieser Saison schon mehrfach Nehmerqualitäten bewiesen haben." Gerade im Tabellenkeller habe es zuletzt mit dem FC St. Pauli ein Positivbeispiel gegeben, was eine Mannschaft erreichen kann, bei der man "nicht immer mit der Axt durch die Gegend" läuft. Außerdem verspürte Meyer eine neue Gier bei seinem eigenen Team: "Mittlerweile fühlt es sich so an, als würden die Puzzleteile endlich passen."

Dazu zählt auch Stürmer Nick Proschwitz, der am vergangenen Spieltag bereits seinen sechsten Saisontreffer erzielte. Nach langer Zeit befindet sich der 34-Jährige in Top-Form – und will diese auch beibehalten. "Wir wissen, dass wir mit der bisherigen Punktzahl nicht bis zum Ende durchkommen", schätzte Proschwitz die Chancen bei 20 Zählern gering ein. Deswegen gäbe es nur einen weg: "Wir müssen weiter punkten. Angst etwas zu verlieren haben wir nicht, wir werden weiter alles reinwerfen." Dafür will sich der Stürmer auch weiter in den Dienst der Mannschaft stellen und sich "auspumpen". Denn Erfolg macht hungrig: "Es macht mir aber Spaß und ich bin froh wenn wir gemeinsam die Punkte holen."