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Rostock nach erneuter Heimpleite bedient: "Frustet uns extrem"

IMAGO / Zink

Hansa Rostock befindet sich weiter tief im Tabellenkeller der 2. Bundesliga. Im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg kassierten die Hanseaten eine 0:2-Niederlage und könnten am Sonntag auf den Relegationsplatz 16 abrutschen.

Rostocker waren "nicht scharf genug"

Hansa Rostock kommt im heimischen Ostsee-Stadion weiterhin nicht in Tritt. Seit nunmehr 6 Heimspielen konnte die "Kogge" nicht mehr gewinnen. Dass diese Serie gegen die Nürnberger nicht gebrochen werden konnte, ärgerte Hansa-Trainer Jens Härtel. "Die Serie frustet uns extrem, weil wir heute viel investiert haben", sagte er in der anschließenden Pressekonferenz und machte die Niederlage an einer Tatsache fest: "Nürnberg hat die Angriffe konsequent zu Ende gespielt, wir nicht." Tatsächlich waren fast alle Statistiken ausgeglichen, mehr Torschüsse hatten sogar die Rostocker. Dennoch waren die Nürnberger erfolgreich, "weil die hinten immer noch einen Fuß oder Kopf dazwischen bekommen haben", wie Härtel befand. Er lobte die Mittelfranken, die "vorne effektiv und hinten leidenschaftlich" agierten und aus drei Situationen zwei Tore gemacht hätten.

Dennoch trauerte der Coach auch den Offensiv-Aktionen seiner Mannschaft nach. Seiner Meinung nach, waren die Rostocker "nicht scharf genug", was ihnen einen Anschlusstreffer verwehrte. Enttäuscht hielt er fest:" Wir können es besser, aber es fehlen uns dann diese drei-vier Prozent, die in dieser Liga entscheidend sind."

"Das ist schon ein bisschen dumm"

Über das Tor, das die Niederlage der Rostocker einleitete, ärgerte sich Jens Härtel maßlos. Nach einem Elfmeterfehlschuss von Taylan Duman, konnte Pascal Köpke abstauben. "Da muss man der Mannschaft einen großen Vorwurf machen, dass man da nicht nachläuft. Wir wissen, dass Markus Kolke immer in der Lage ist einen Elfmeter zu parieren und dann darf das nicht passieren", beklagte Härtel das Verhalten seiner Mannschaft und ergänzte: "Wir stehen dann da und denken das Tor ist schon gefallen. Das ist schon ein bisschen dumm."

Am kommenden Samstag geht es für die Rostocker dann zum schweren Auswärtsspiel nach Schalke (13:30 Uhr). Dort hofft Härtel, dass seine Mannschaft "fünf Prozent mehr abruft, die notwendig sind, um in dieser Liga zu punkten." Mit dabei sein wird dann wohl auch wieder Danylo Sikan. Der 20-Jährige Ukrainer, der in der Winterpause von Schachtar Donezk ausgeliehen wurde, war aufgrund der politischen Lage in seinem Heimatland auch gegen Nürnberg fraglich, entschied sich aber für einen Einsatz. Trainer Jens Härtel bestätigte, dass es natürlich Gespräche mit dem Spieler aufgrund der "außergewöhnlichen Situation" unter der Woche gab. "Er wollte aber spielen und das machen, was er gut kann", sagte Härtel abschließend.