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S04-Punktabzug verhindert? "Harit-Transfer von existenzieller Bedeutung"

© IMAGO / RHR-Foto

Amine Harit hat dem FC Schalke 04 in dieser Saison möglicherweise sechs wichtige Punkte bewahrt – mit seinem Abgang. Denn ein Punktabzug für die Königsblauen sei laut Sportvorstand Peter Knäbel inzwischen vom Tisch. In der nächsten Woche, am 15. September, soll eine endgültige Entscheidung darüber fallen.

"Sind uns sehr, sehr sicher"

"Der Harit-Transfer war für uns von existenzieller Bedeutung", erklärte der S04-Verantwortliche in der "Bild"-Zeitung über den Transfer, der sich erst ganz spät in der Wechselperiode abgezeichnet hat. Zuvor gaben die Königsblauen bereits Großverdiener wie Ozan Kabak (Norwich City), Omar Mascarell (FC Elche) oder Matija Nastasic (AC Florenz) ab. Hintergrund ist, dass der finanziell angeschlagene Revierklub aufgrund der hohen Ausgaben noch Lizenzauflagen zu erfüllen hatte. Am 15. September wird entschieden, ob die Schalker in diesem Rahmen einen Punktabzug hinnehmen müssen.

Im Raum stehen gleich sechs Zähler, die den Königsblauen aberkannt werden könnten. Aktuell würde es die Schalker – mit bislang sieben Punkten auf dem Konto – auf den letzten Tabellenplatz katapultieren, sollte es dazu kommen. Doch Knäbel ist zuversichtlich: "Wir sind uns sehr, sehr sicher, dass wir diesen Sechs-Punkte-Abzug verhindern können", betonte der Sportvorstand gegenüber dem TV-Sender der Zeitung.

Transfer am Deadline-Day

War Harit das letzte Puzzlestück in einem angespannten Transferfenster? "Das Damokles-Schwert war in der Tat die ganze Zeit über uns", verdeutlichte Knäbel, dass die Arbeiten im Hintergrund allgegenwärtig waren. Der Wechsel von Harit zog sich letztendlich bis zum Schluss und wurde sogar erst nach Ablauf der Transferfrist bekannt gemacht, weil Olympique Marseille als aufnehmender Verein der strengen Aufsicht der Nationalen Kontroll- und Managementabteilung (DNCG) der französischen Fußballliga steht. Das Leihgeschäft für ein Jahr wurde schließlich abgesegnet – und Schalke somit vor einer möglichen Strafe bewahrt. "Wir mussten immer mit dem Worst Case rechnen", atmet jetzt auch Knäbel auf. Doch die Entscheidung steht noch aus.