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Drei Gründe, sich auf die neue Saison zu freuen

© imago/Eibner

Elf Wochen nach dem 34. Spieltag der Saison 2019/20 beginnt am heutigen Freitag die neue Spielzeit 2020/21 mit gleich zwei Duellen am Abend. liga2-online.de nennt drei Gründe, warum wir uns auf den Start freuen können.

Grund 1: Teil-Rückkehr statt Stadion-Tonspur

193 Tage ist es her, dass ein Zweitliga-Spiel vor Fan-Publikum ausgetragen wurde – und schon am Freitagabend werden in Hamburg (1.000 Fans) und Regensburg (3.042) wieder Fans in den Stadien sein. Die Zeit der Geisterspiele ist vorbei, wenngleich für Fans und Vereine durch die 20-prozentige Auslastung der jeweiligen Spielstätten natürlich wieder neue Herausforderungen im Ticketing entstehen.

Aber diesen Schritt geht wohl jeder gerne mit, denn unerträglich war die Zeit, in der man im Streamingdienst zwischen Original-Ton und Stadion-Atmosphäre wählen musste – nur um dann möglicherweise auch noch in einem unbedachten Moment die Fan-Gesänge eines rivalisierenden Klubs zu hören. Abhängig vom Infektionsgeschehen an den Zweitliga-Standorten – Würzburg muss beispielsweise noch warten – öffnen sich nun wieder grundsätzlich die Pforten für Heimzuschauer.

Grund 2: Teams zwischen Ambition und Überraschung

Elf Mannschaften aus dem diesjährigen Zweitliga-Teilnehmerfeld spielten in ihrer Vereins-Historie bereits in der Bundesliga und mit Düsseldorf und Paderborn kamen wieder zwei Klubs aus dem Oberhaus zurück, zudem stiegen Braunschweig und Würzburg aus der 3. Liga auf. Allein diese 18 Teilnehmer feierten in der Vergangenheit unter anderem 27 Deutsche Meisterschaften (inklusive drei DDR-Titel), 19 Zweitliga-Meisterschaften, elf DFB-Pokalsiege und einen Champions League-Titel.

Die Favoriten in diesem Jahr? Kaum zu benennen. Mit dem Hamburger SV und Hannover 96 haben zwei Vereine den Aufstieg klar als Saisonziel benannt, dahinter sind mit Düsseldorf, Nürnberg, Paderborn oder Heidenheim nicht weniger ambitionierte Vereine vertreten. Auch Überraschungen – etwa Bochum, Darmstadt oder Sandhausen – scheinen nach der letzten Saison nicht unmöglich zu sein. Und der Abstiegskampf? Vor dem fürchtet sich nach dem Zweitliga-Relegationsdrama der vergangenen Spielzeit wohl auch jeder, denn es kann auch jeden treffen.

Grund 3: Ende ist erst, wenn der Schiedsrichter pfeift

Damit wären wir auch schon bei der Spannung – schließlich stand nach dem 32. Spieltag des Vorjahres gerade einmal Arminia Bielefeld als Aufsteiger und Zweitliga-Meister fest. Alle anderen Plätze – unten wie oben – waren noch nicht final vergeben und ausgerechnet im Saisonfinale kam es zum direkten Aufeinandertreffen zwischen den Aufstiegskandidaten Heidenheim und Hamburg, sowie Oben-gegen-Unten-Duelle wie zwischen Nürnberg und Stuttgart oder Karlsruhe und Bielefeld. Vieles entschied sich erst in diesen Partien und hätte in manchen Fällen schon durch ein einzelnes Tor ganz andere Ergebnisse hervorgebracht.

Bezeichnend, dass sich die Zweitliga-Teams sich nie vor den Großen aus der Bundesliga verstecken brauchen, aber auch immer Vorsicht vor den Herausforderern aus der 3. Liga walten lassen müssen, war die Relegation – denn in beiden Fällen entschied die Auswärtstorregel über den Aufstieg oder Verbleib in der 2. Bundesliga. Die betroffenen Klubs sind gewarnt und klar ist: Mehr Spannung, als bis zur letzten Sekunde geht nicht.