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SC Paderborn: Kwasniok die erste Alternative als Trainer?

© IMAGO / ImageLabz

Sportlich geht der SC Paderborn zum ersten Mal seit sieben Jahren auf ein entspanntes Saisonende zu, doch hinter den Kulissen wird auf Hochtouren gearbeitet. In erster Linie soll Klarheit geschafft werden, wer in der nächsten Spielzeit an der Seitenlinie steht. Cheftrainer Steffen Baumgart führt Gespräche, die Namen potentieller Alternativen werden genannt. Einer soll wohl Lukas Kwasniok.

Erfahrungen in der 3. Liga

Vor der Länderspielpause stockte der SC Paderborn sein Konto auf 35 Zähler auf, was in der Regel für einen Klassenerhalt bereits ausreichen könnte. Zurücklehnen will sich Steffen Baumgart mit seinem Team deshalb nicht, wohl allein schon aufgrund der ehrgeizigen Natur des Coaches. Von einem ähnlichen Kaliber dürfte Lukas Kwasniok sein, der bei den Ostwestfalen inzwischen zu den ersten Alternativen zu Baumgart zählen dürfte. Aktuell ist der 39-Jährige beim 1. FC Saarbrücken in der 3. Liga angestellt und fiel vor Wochen mit der Aussage auf, dass er nur bei einem Durchmarsch des Aufsteigers in die 2. Bundesliga dort verlängern würde. Die Chancen dazu sind seitdem geschrumpft, sodass Kwasnioks Vertrag wohl auslaufen wird.

Führt sein Weg dennoch ins Unterhaus, sollte Baumgart seinerseits eine Vertragsverlängerung in Paderborn ablehnen? Aktuell stellt sich der ehemalige KSC-Nachwuchstrainer erst einmal auf einen Besuch beim Arbeitsamt ein, wie er gegenüber der "Bild" verriet: "Da muss ich mich jetzt auch mal anmelden, dass ich im Fall der Fälle auch Anspruch auf den einen oder anderen Euro habe." Neben seiner erfolgreichen Zeit in Saarbrücken, in der er rund 1,67 Zähler pro Partie in 37 Spielen holte, sammelte Kwasniok auch in Jena Drittliga-Erfahrungen. Dort feierte er vor zwei Jahren eine spektakuläre Aufholjagd zum Klassenerhalt am letzten Spieltag – mit sechs Siegen aus sieben Partien im Endspurt.

Baumgart nicht abgeneigt

Eine eloquente Redensart, spektakuläre Geschichten und eine genaue Vorstellung, was er will – die Charakterzüge von Kwasniok und Baumgart liegen in der objektiven Betrachtung jedenfalls nicht ganz weit auseinander. Ein Unterschied: Der aktuelle SCP-Coach will nicht auf Biegen und Brechen eine Liga höher. "Es gibt viele, die da immer von der 1. Liga reden und was sie alles können. Und ich habe für mich einfach auf die Fahne geschrieben: Ich will Trainer sein", sagte der 49-Jährige kürzlich im Podcast mit den Kroos-Brüdern.

Zuvor verdeutlichte er auch schon einmal, dass Paderborn "geile Möglichkeiten" biete. Entsprechend wichtig "ist für mich, dass Paderborn mein erster Ansprechpartner ist", so der Coach nun erneut. Gespräche mit Sport-Geschäftsführer Fabian Wohlgemuth laufen, nun müssen Entscheidungen folgen.