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SC Paderborn: Mehrere Spieler wecken Begehrlichkeiten

Der SC Paderborn ist eine der großen Überraschungen dieser Zweitliga-Saison und klopft sogar an der Tür zur Bundesliga. Folgerichtig sind aber auch einige Leistungsträger ins Visier anderer Vereine geraten und könnten den SCP nach dieser Spielzeit verlassen, in der Gerüchteküche brodelt es.

"Es geht niemand für null"

Am Sonntag (13.30 Uhr) trifft der SC Paderborn im Verfolgerduell auf den 1. FC Heidenheim, entsprechend sollte der Fokus bei den Ostwestfalen derzeit auf dem Sportlichen liegen. Dennoch müssen sich die Verantwortlichen des Vereins um Trainer Steffen Baumgart im Saisonendspurt auch immer häufiger zur Zukunft ihrer Spieler äußern, denn nach starken Leistungen in dieser Spielzeit sind einige der SCP-Akteure auch bei höherklassigen Vereinen begehrt. "Wir haben allen Spielern vor ihrer Unterschrift gesagt, dass wir ihnen die Möglichkeit geben, den nächsten Schritt in ihrer Karriere zu machen. Deshalb war uns bewusst, dass sie bei so einer Leistung bei anderen Klubs auf dem Zettel stehen. Das freut mich und das war letztlich auch so gewollt", erklärt Baumgart nun gegenüber dem "Westfalen-Blatt", stellt aber auch klar: "Es geht niemand für null. Auch wir als Verein werden etwas davon haben."

Zu den Spielern, die dem SCP bald frisches Geld in die Kassen spülen könnten, gehört zum Beispiel Christopher Antwi-Adjei. Der 25-jährige Linksaußen kam im Sommer 2017 von Regionalliga-Absteiger TSG Sprockhövel, wusste in seinen bisher 27 Zweitliga-Einsätzen (sechs Tore und drei Vorlagen) vollends zu überzeugen und wird nun mit Hannover 96 in Verbindung gebracht, wo er nach dem bevorstehenden Bundesliga-Abstieg bei einem Neuanfang mithelfen soll. Laut Informationen des "Westfalen-Blatts" müssten die Niedersachsen dazu aber wohl eine Ablösesumme von 2,5 Millionen Euro bereitstellen, denn immerhin läuft der Vertrag von Antwi-Adjei auch noch bis 2021.

Schalke buhlt um mehrere Spieler

Viel günstiger dürfte es für die interessierten Vereine wohl auch nicht bei Sebastian Vasiliadis (im Visier von Borussia Mönchengladbach), Philipp Klement (Schalke 04 und Hamburger SV) oder Sebastian Schonlau (angeblich auch Schalke 04) werden. Zudem besitzen die Schalker Knappen noch ein Optionsrecht bei Bernard Tekpetey und können den Außenbahnspieler für etwa 1,5 Millionen Euro zurückholen, während Mohamed Dräger generell nur vom SC Freiburg ausgeliehen ist (bis 2020) und gegen eine Ausbildungsentschädigung schon in diesem Sommer in den Breisgau zurückkehren könnte. Auf die Verantwortlichen des SC Paderborn kommt in den nächsten Wochen also noch jede Menge Arbeit zu.

Klar ist aber auch: Sollte der SCP den Durchmarsch in die Bundesliga schaffen, hätten die Blau-Schwarzen gute Argumente, um ihre Leistungsträger zu halten. Das gilt auch im Hinblick auf Manager Markus Krösche, der ebenso wie viele Spieler heiß begehrt ist und mittlerweile – genau wie Trainer Steffen Baumgart – mit dem FC Schalke in Verbindung gebracht wird. Doch der SCP-Coach stellt in der Zeitung klar: "Ich bin nicht auf Arbeitssuche, ich habe noch ein Jahr Vertrag und für mich ist es eine Auszeichnung, hier arbeiten zu dürfen. Wir reden immer vom Wir, ich bin ein Teil davon und das macht mich stolz."