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Schalke bleibt dran: "Alle reißen sich den Allerwertesten auf“

IMAGO / RHR-Foto

Solche Erfolge heißen im neudeutschen Fußball-Sprech Statement: Der 4:1-Sieg von Schalke 04 im Duell der Altmeister mit dem 1. FC Nürnberg gehört ohne Frage in die Kategorie Ausrufezeichen, unterstrichen die Königsblauen doch damit zum Hinrunden-Finale entgegen ihrer gefühlten Wirklichkeit nachdrücklich berechtigte Ansprüche für den zweiten Saisonabschnitt auf ein gewichtiges Wort im Aufstiegskampf.

"Genau das Schalke, das wir haben wollen“

Der wichtige Kontakt zur Spitzengruppe durch den zweiten Heimsieg nacheinander auch ohne den weiter mit einer Corona-Infektion kämpfenden Trainer Dimitrios Grammozis und auch fast die komplette Offensivabteilung um Rekordtorjäger Simon Terodde sorgte bei Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder für große Zufriedenheit. "Das ist genau das Schalke, das wir haben wollen“, meinte der Ex-Profi auf der Vereinshomepage.

Viel aussetzen konnte nach den Treffern von Thomas Ouwejan (20.), Darko Churlinov (85.) und Ko Itakura (90.+4) sowie einem Eigentor von Manuel Schäffler (66.) wirklich niemand im Schalker Lager. Entsprechend zog Schröder ausführlich ein positives Fazit: "Wir hatten einige nicht so angenehme Themen bei uns im Vorfeld, aber wir haben es sehr gut hinbekommen, das so zu drehen, um zu sagen, dass wir über die Spieler sprechen wollen, die auf dem Platz stehen und nicht über die, die fehlen. Es war ein enges Spiel, aber wie wir unsere Tore erzielt haben, das hatte alles Hand und Fuß. Wir haben gesehen, dass alle Jungs vollwertig zu uns gehören und sie Spieler sind, die sich für Schalke den Allerwertesten aufreißen.“

Auch Grammozis Stellvertreter Sven Piepenbrock geriet geradezu ins Schwärmen. "Wir sind alle sehr stolz auf die Mannschaft, die einiges personell wegstecken musste. Wir haben sehr viel Leidenschaft, sehr viel Ehrgeiz und sehr viel Laufbereitschaft auf den Platz gebracht, waren kaltschnäuziger vor dem Tor und haben in den richtigen Momenten die Treffer erzielt“, resümierte der Co-Trainer.

Gut Ausgangslage für Jahresabschluss in Hamburg

Die rundum gelungene Rehabilitierung der Knappen für den enttäuschenden Auftritt bei der 1:2-Niederlage bei Herbstmeister FC St. Pauli verbesserte die Perspektiven des Bundesliga-Absteigers für den Jahresabschluss und gleichzeitigen Rückrunden-Auftakt am Vorabend des vierten Advents beim Hamburger SV erheblich. Im Falle einer zählbaren Ausbeute an der Elbe würde der Revier-Klub trotz seines holprigen Saisonstarts im Kreis der Aufstiegskandidaten überwintern können.

Für Marvin Pieringer Anreiz genug für einen letzten Kraftakt vor der Weihnachtspause: "Es ist sehr eng oben. Wir fahren nach Hamburg, um drei Punkte mit nach Hausen zu nehmen.“