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Schalke in Kiel gefordert: Drexler will Verantwortung verteilen

© IMAGO / Laci Perenyi

Cheftrainer Dimitrios Grammozis nahm aus dem ernüchternden Eröffnungsspiel die positiven Eindrücke mit, um am kommenden Sonntag (13:30 Uhr) die schnelle Wende in Kiel zu meistern. Allerdings werden die Königsblauen dann bekanntermaßen auf Kapitän Danny Latza verzichten müssen. Dessen rustikaleren Spielstil will Dominik Drexler nicht zwingend übernehmen.

"Ich habe viel Gutes gesehen"

Eine Pausenführung der Schalker münzte der Hamburger SV in der Schlussphase des 1. SPieltags noch in eine 1:3-Niederlage aus königsblauer Sicht um. Der Unmut der Fans war sofort zu spüren, doch Cheftrainer Dimitrios Grammozis ließ sich von dem Ergebnis nicht in Panik versetzen. "Ich habe viel Gutes gesehen", beteuerte der 43-Jährige in der Pressekonferenz vor dem Auftritt in Kiel. "Wir haben eine komplett neue Mannschaft, die sich auch erstmal finden muss. Wir standen bis zur 86. Minute defensiv stabil, haben kaum was zugelassen." Dann allerdings fiel der Führungstreffer der Hamburger, das dritte Tor kam obendrauf.

"Bei mir ist das Positive hängengeblieben", betonte Grammozis, dass nicht alles schlecht gewesen war. Obwohl natürlich auch die langwierige Verletzung von Kapitän Danny Latza mit einspielte. "Ich hoffe, er kommt schnell wieder auf die Beine. Ansonsten sind alle Spieler, die für das HSV vorgesehen waren, fit", konnte der Cheftrainer zumindest weitere Ausfälle vermeiden. Auch die Rückkehr von Torhüter Ralf Fährmann bahnt sich an, der allerdings erst zu Anfang der nächsten aus der Quarantäne kommen wird.

Drexler grätscht, wenn nötig

In Kiel muss es daher weitestgehend der Kader richten, der zur Saisoneröffnung in Ansätzen parat war. "Marius und Simon haben es wirklich gut gemacht, die Mischung hat mir sehr gefallen. Beide haben es verdient, auch wieder in Kiel aufzulaufen", stellte Grammozis beispielsweise seinem Sturmduo ein überzeugendes Zeugnis aus. Zur Startelf könnte auch Dominick Drexler wieder gehören, der den Nebenmann von Latza in der Vorwoche spielte. Allerdings ist er – entgegen seiner leidenschaftlichen Einsätze in der ersten Partie – weniger für das Rustikale zuständig: "Ich hab mir jetzt nicht vorgenommen, nur zu grätschen. In den beiden Situationen war es nötig."

Allgemein wird Drexler eher das fußballerische Element in der Schalker Offensive darbieten, was gegen Hamburg auch in der Anfangsphase gut funktionierte. Das läge auch am jungen Teamgeist, so Drexler: "Ich bin super aufgenommen worden. Beim HSV-Spiel haben wir uns leider nicht belohnt, das trübt ein bisschen den Einstand." Nun wird der erfahrene 31-Jährige gemeinsam mit seinen Kollegen die Zügel in die Hand nehmen, solange Latza ausfällt. "Wir müssen den Ausfall unseres Kapitäns auf mehrere Schultern verteilen. Natürlich weiß ich, dass man auch mir diese Aufgabe zuschreibt", nahm Drexler die Rolle an. Abhängig wird das jedoch auch vom Spielverlauf, denn Schalke braucht nun mehrere Führungspersonen, um die schnelle Wende in der 2. Bundesliga zu schaffen.