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Schalke: Schröder predigt "Bescheidenheit und Demut“

IMAGO / Eibner

Bei Schalke 04 will Rouven Schröder die Bäume nach der jüngsten Erfolgssträhne nicht gleich wieder in den Himmel wachsen lassen. Der Sportdirektor gibt bei den Königsblauen vor dem Heimspiel am Freitag gegen den Karlsruher SC trotz der Chance auf einen zumindest vorläufigen Sprung in die Spitzengruppe Bodenständigkeit als Gebot der Stunde aus.

"Bis Weihnachten in Schlagdistanz zu Top 6“

"Man kann etwas über Bescheidenheit und Demut erzählen – oder man lebt sie! Letzteres machen wir“, zitierte das Fachmagazin reviersport Schröder aus einem Interview mit der Zeitschrift Sport Bild mit einem entschlossenen Statement.

Schalkes turbulente Vergangenheit sind dem Ex-Profi Warnung vor den oft überzogenen Erwartungen an die Knappen genug. Voreilige Träume vom direkten Wiederaufstieg lässt Schröder ungeachtet der Siege in den beiden vergangenen Spielen gegen Fortuna Düsseldorf (3:1) und beim SC Paderborn (1:0) und der momentanen Lauerstellung in der Tabelle vorerst nicht zu: "Wir wollen bis Weihnachten in Schlagdistanz zu den Top 6 sein, um dann intern zu beraten, wie wir in die letzten 16 Ligaspiele gehen werden.“

"Viele weitere Schritte“ zur Umstrukturierung

Vor dem Hintergrund von Schalkes finanzieller Schieflage bedeutet dem 45-Jährigen dauerhafte Stabilität des Gesamtkonstruktes mehr als kurzfristiger Erfolg. "Wir haben unter den gegebenen Umständen alles Mögliche unternommen, um die Lizenzspielerabteilung nach dem Abstieg neu zu strukturieren. Dass wir dies im Team geschafft haben, darauf sind wir zu Recht stolz. Das waren allerdings nur die ersten von vielen weiteren Schritten“, erklärte Schröder weiter.

Den notwendig gewordene Umbau des kostspieligen Bundesliga-Kaders zu einem bezahlbaren Zweitliga-Aufgebot empfand der gebürtige Sauerländer rückblickend als fordernde Schwerstarbeit. "Wichtig war, dass es uns gelungen ist, uns recht schnell von einigen Spielern zu trennen. Natürlich gab es Tage, da habe ich nur telefoniert, geschrieben, Ideen entwickelt – und abends feststellen müssen, dass ich nicht einen finalen Haken setzen konnte“, beschrieb Schröder seinen Alltag während der Sommertransferperiode.