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Schalke verpasst Anschluss nach oben: "Niederlage tut weh“

Schalke 04 Ko Itakura

Schalke 04 kann sich einfach nicht in der Spitzengruppe der Tabelle festsetzen. Nach der 1:2-Pleite bei Herbstmeister FC St. Pauli ohne den mit dem Corona-Virus infizierten Cheftrainer Dimitrios Grammozis laufen die Königsblauen durch den entscheidenden Doppelpack ihres Ex-Stürmers Guido Burgstaller den anderen Aufstiegsanwärtern weiter hinterher.

"Zu spät eine Antwort gegeben“

Co-Trainer Sven Piepenbrock konnte nach seiner Premiere als „Chef“ auf der Bank der Gelsenkirchener aufgrund der dritten Niederlage des Bundesliga-Absteigers in den vergangenen fünf Spielen (vier Punkte) auf der Homepage der Knappen denn auch nur ein ernüchtertes Fazit ziehen: "Die Niederlage tut weh.“

Piepenbrock haderte mit der fehlenden Konsequenz seines Teams in der Defensive vor der Pause und der mangelnden Durchschlagskraft nach dem Seitenwechsel. "Das erste Gegentor hätten wir besser verteidigen müssen. Da waren wir etwas zu passiv. In den zweiten 45 Minuten haben wir gute Bälle in die Box gebracht, waren aber nicht immer erster Abnehmer der Hereingaben. Wenn wir direkt nach der Pause auf 1:2 verkürzt hätten, hätte das ein gutes Gefühl gegeben. Dann wäre es noch einmal eine andere Situation gewesen, und wir hätten mehr Zeit gehabt, das Ding noch zu drehen“, analysierte der 39-Jährige die Begegnung. "Wir haben“, meinte auch Schlussmann Martin Fraisl, "zu spät eine Antwort gegeben.“

Tatsächlich war der Anschlusstreffer durch das zweite Saisontor von Rodrigo Zalazar (75.) für die Ambitionen des Revierklubs zu wenig. Anders als noch beim 5:2 vor Wochenfrist gegen Abstiegskandidat SV Sandhausen fehlte der verletzte Rekordtorschütze Simon Terodde den Gästen im Angriff an allen Ecken und Enden.

Bis Jahresende richtungsweisende Topspiel

Entsprechend groß sind rund um den Schalker Markt vor dem Hinrunden-Finale am Freitag gegen Aufstiegsaspirant 1. FC Nürnberg und dem folgenden Jahresabschluss im ersten Rückrundenspiel beim Hamburger SV (18. Dezember) schon die Sorgen um die Chancen auf die erträumte Rückkehr ins Oberhaus. In den wegweisenden Begegnungen könnten die Königsblauen im schlechtesten Fall auch noch den Sichtkontakt zu den Spitzenteams verlieren.

Mit Blick auf die Tabellensituation trat Zalazar die Heimreise von seiner früheren Wirkungsstätte mit einer Mischung aus Frust und Trotz an. "Ich bin enttäuscht, dass wir nichts Zählbares mitnehmen konnten“, gestand der uruguayische Mittelfeldspieler, richtete den Blick jedoch zugleich hoffnungsfroh nach vorne: "Es geht weiter, immer weiter. Gegen Nürnberg möchten wir wieder punkten.“