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Schalke will zurück in die Spur: "Bringt jetzt nichts, wenn wir jammern"

© IMAGO / Jan Huebner

Schalke hat die Niederlagen abgehakt – das gibt jedenfalls Cheftrainer Dimitrios Grammozis vor dem Heimspiel gegen Darmstadt (Sonntag, 13:30 Uhr) vor. In Gelsenkirchen wird nun ein Top-Spiel erwartet, immerhin treffen zwei der formstärksten Teams aufeinander. Dazu muss der Fußballlehrer das passende Personal auswählen.

"Alle haben Bock"

Abgesehen von Ersatztorwart Michael Langer (Reha nach Kreuzbandriss) wird Dimitrios Grammozis am Sonntag aus dem Vollen schöpfen können – abgesehen von Dries Wouters, der im Training umgeknickt war. "Es wird sicherlich Härtefälle geben. Denn alle Jungs haben gut trainiert, aber ich kann nur 20 Spieler für den Kader nominieren", erklärte der 43-Jährige vor dem nächsten Auftritt gegen Darmstadt. Möglich scheint, dass Grammozis nach zwei 0:1-Niederlagen gegen 1860 München im Pokal und Heidenheim in der Liga Umstellungen vornimmt.

"Wir haben auf vielen Positionen einen großen Konkurrenzkampf – und alle haben Bock auf das Spiel gegen Darmstadt. In der Trainingsqualität hat uns das noch einmal einen Schub gegeben", zeigte sich der Cheftrainer zuversichtlich, dass er keine falsche Wahl treffen kann. Die Blicke bei den Königsblauen sind jedenfalls wieer nach vorne gerichtet. "Wir waren sehr enttäuscht, da wir uns im Vorfeld andere Ziele für die Spiele gesteckt hatten. Aber es bringt jetzt nichts, wenn wir jammern", hakte Grammozis die Rückschläge der letzten Woche ab.

Drexler zurück im Training

Vier Siege und eine Niederlage – die Bilanz aus den letzten fünf Partien katapultierte die Königsblauen nicht nur in der Formtabelle nach oben. Gegen Darmstadt gilt es, den dritten Rang zu verteidigen und zu festigen. Andererseits könnten die Lilien mit einem eigenen Erfolg an den Schalkern vorbeiziehen. "Die Darmstädter haben bislang eine tolle Runde gespielt, gerade zuletzt waren sie sehr gut drauf. Sie haben vorne zwei echte Torjäger und harmonieren auch sonst sehr gut", war auch Grammozis gewarnt. Zumal er viele Akteure aus Hessen noch kannte. 47 Mal stand der Schalker Übungsleiter bei den Lilien an der Seitenlinie.

"Auf uns wartet eine Herausforderung. Aber wir haben bei der Analyse auch entdeckt, wo der Gegner verwundbar ist", legte sich Grammozis fest. Um diese Schwächen aufzudecken, kann er übrigens auch wieder auf Dominick Drexler zurückgreifen. "Die Wunde ist geschlossen, Domme hat voll trainiert", stellte er dem Mittelfeldspieler eine Rückkehr in Aussicht. Gleichzeitig erhöht das, wie bereits beschrieben, den Konkurrenzkampf. "Für mich als Trainer ist diese Situation aber eine schöne und mir lieber, als wenn sich die Mannschaft von allein aufstellt", so Grammozis. Für wen er sich entscheiden wird, ist spätestens am Sonntag bei Anpfiff (14 Uhr) klar.