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Schalkes Sportchef Schröder: "Kein Spieler ist unverkäuflich“

IMAGO / Eibner

Der neue Sportdirektor Rouven Schröder stellt sich bei Bundesliga-Absteiger Schalke 04 auf arbeitsreiche Wochen ein. Bei der Kaderzusammenstellung für die kommende Saison ist für den 45-Jährigen einzig die Aussicht auf den direkten Wiederaufstieg der Maßstab aller Entscheidungen – und will das Team entsprechend umkrempeln.

"Gewisse Ablösen elementar für uns“

"Ich sehe keinen Spieler, der unverkäuflich ist“, deutete Schröder bereits bei seiner Vorstellung erhebliche Einschnitte ins bisherige Mannschaftsgefüge an. Durch vorzeitige Transfers erhoffen sich die hochverschuldeten Königsblauen zusätzliche Mittel, um das Team von Trainer Dimitrios Grammozis gezielt verstärken zu können. Auf Schröders Streichliste stehen deswegen auch besonders Profis, die durch ihre Gehälter "nicht mehr in die Struktur passen“.

Ungeachtet der schwierigen Schalker Ausgangslage für Verkaufsgespräche erwartet sich Schröder insgesamt angemessene Transfererlöse: "Wir werden keinen Spieler verschenken und uns nicht ausnutzen lassen. Wir werden gewisse Ablösen fordern. Das ist elementar für uns."

Auf der Suche nach Kandidaten für eine Neuverpflichtung will Schröder den Fokus nicht unnötig verengen. "Die zweite Liga ist eine sehr robuste Liga. Deshalb benötigen wir Spieler mit einer gewissen Erfahrung, die sich gegen den Druck durchsetzen können. Aber auch die jungen Spieler werden Chancen bekommen. Wir brauchen eine gesunde Mischung", beschrieb der ehemalige Profi seine Vorstellungen vom künftigen Knappen-Kader.

Bislang hat Schalke für die neue Spielzeit vor allem Erfahrung eingekauft. Der vom neuen Liga-Rivalen Hamburger SV gekommene Top-Transfer Simon Terodde als erhoffter Torgarant ist mit bereits 33 Jahre der älteste Zugang im Quartett der bisherigen Neuzugänge und Marcin Kaminski (bisher VfB Stuttgart) mit 29 Jahren schon der jüngste. Rückkehrer Danny Latz (FSV Mainz 05) und Victor Palsson (Darmstadt 98) haben ihren 30. Geburtstag wie Terodde schon hinter sich.

Das neue Schalke: "Viel tun und weniger reden“

Schröder glaubt fest an den eingeschlagenen Kurs. "Ich bin davon überzeugt, dass dieser Verein eine Zukunft vor sich hat, wo alle sagen können, wir haben alles dafür getan, erfolgreich Fußball zu spielen", betonte der Sportchef.

Vor dem Hintergrund der Querelen "auf Schalke“ erhofft sich Schröder für seine ambitionierte Aufgabe wie schon so mancher seiner Vorgänger besonders Ruhe. Mit seiner persönlichen Leitlinie will der ehemalige Sportdirektor von Erstligist Mainz das "neue Schalke“ vorleben: "Hart, hart arbeiten, viel tun und weniger reden.“