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Schmidt für immer in Heidenheim? "Kann ich mir vorstellen"

© IMAGO / Pressefoto Baumann

Fußball-Romantik im Profitum? Es ist eine Seltenheit geworden! Umso stärker werden diejenigen gefeiert und respektiert, die ihrer Linie treu bleiben. So auch Cheftrainer Frank Schmidt vom 1. FC Heidenheim, der seit 14 Jahren an der Seitenlinie der Brenzstädter steht und damit der dienstälteste Coach im deutschen Profi-Fußball ist. Vielleicht bleibt er sogar "für immer".

"Warum nicht?"

Beim Debüt des gebürtigen Heidenheimers als Cheftrainer schoss, wie es der Zufall so will, Christian Gmünder den 2:1-Siegtreffer im Auswärtsspiel beim 1. FC Normannia Gmünd. Ob das fußballerische Wortspiel als ein gutes Omen für die Karriere von Frank Schmidt gedeutet werden könnte? Möglicherweise, denn seit diesem Erfolg vor 14 Jahren ging es für den 1. FC Heidenheim unter dem 47-Jährigen stets bergauf – von der Oberliga bis in die Bundesliga-Relegation. In 524 Pflichtspielen holte Schmidt seitdem 1,61 Punkte im Schnitt. Und für den 47-Jährigen ist die erfolgreiche Reise noch lange nicht vorbei, wie er gegenüber den "Stuttgarter Nachrichten" berichtet: "Solange das so bleibt, kann ich mir vorstellen: Einmal Heidenheim, immer Heidenheim – warum nicht?"

Eine andere Aufgabe würde sich Schmidt durchaus zutrauen, doch Heidenheim sei "für mich immer noch eine Herausforderung". Immer wieder mal waren Vereine an dem 47-Jährigen dran, so soll 2016 der VfB Stuttgart interessiert gewesen sein. Doch Schmidt blieb und unterschrieb 2018 einen Fünf-Jahres-Vertrag, der immer noch läuft und was für einen Trainer schon außergewöhnlich war. Einen "lebenslänglichen, unbefristeten Vertrag" wollte Schmidt dagegen nicht annehmen.

Schnatterer, Griesbeck und Göhlert

"Das geht im Fußball einfach nicht. Weil man nie weiß, in welche Richtung es geht", blickte Schmidt über den Tellerrand hinaus. Der Akteur, den der 47-Jährige am häufigsten in seiner Trainerlaufbahn einsetzte, verließ die Heidenheimer schließlich auch. Nach 457 Pflichtspielen für den FCH ließen die Brenzstädter Marc Schnatterer im vergangenen Sommer nach Mannheim ziehen, nachdem der Vertrag nicht mehr verlängert wurde. Dahinter folgen Sebastian Griesbeck (240 Einsätze) und Tim Göhlert (234 Einsätze). Letzterer kam schon beim Debüt gegen Gmünd zum Einsatz – und an der gegnerischen Seitenlinie stand seinerzeit übrigens Alexander Zorniger, der nach 2007 im Vergleich zu Schmidt schon fünf weitere Vereine übernahm.